Streit um kurdische Flagge in umstrittener irakischer Stadt Kirkuk

    10. Jänner 2019, 16:46
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    Bagdad setzte der Kurdenpartei ein Ultimatum zur Entfernung der Flagge

    Kirkuk – Das Hissen einer kurdischen Flagge über dem Büro der Kurdenpartei PUK in der umstrittenen nordirakischen Stadt Kirkuk hat am Donnerstag zu Streit geführt. Die irakischen Anti-Terror-Einheiten gaben der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) Zeit bis Freitagmittag, um die rot-weiß-grüne Flagge mit dem gelben Sonnensymbol der autonomen Kurdenregion im Nordirak einzuholen.

    Gemäß der irakischen Verfassung untersteht Kirkuk der Zentralregierung. Die kurdischen Peshmerga-Truppen hatten die Kontrolle über die multiethnische Stadt 2014 übernommen, nachdem die irakischen Regierungstruppen vor der Blitzoffensive der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) geflohen waren. Nach einem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum im September 2017 nahm die Zentralregierung aber den Kurden Kirkuk und andere Gebiete außerhalb der kurdischen Autonomieregion wieder ab.

    Der Verlust der ölreichen Region Kirkuk war besonders bitter, da die Ölexporte aus dem Gebiet für einen Großteil der Einnahmen der Autonomieregion aufkamen. Das Hissen der Flagge über dem PUK-Hauptquartier verschärfte nun erneut die Spannungen. Ministerpräsident Adel Abdel Mehdi schlug in einem Telefonat mit Staatspräsident Barham Saleh vor, die Frage an das Oberste Gericht zu überweisen. Saleh gehört selbst zur PUK. (APA, 10.1.2019)

    • Flaggen haben oft eine starke symbolische Bedeutung.
      foto: apa/afp/safin hamed

      Flaggen haben oft eine starke symbolische Bedeutung.

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