Waagner-Biro: 160 Millionen Euro Forderungen bei Stahlbau-Tochter

9. Jänner 2019, 13:32
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Hohe Schadenersatzforderungen von ehemaligen Vertragspartnern

Wien – Bisher haben 220 Gläubiger inklusive Dienstnehmer der SBE Alpha AG (vormals Waagner-Biro Stahlbau AG) Forderungen in Höhe von rund 160 Millionen Euro angemeldet. Davon wurden bisher nur 11,5 Millionen Euro anerkannt, teilte der KSV am Mittwoch mit. Aus KSV-Sicht "droht ein Totalausfall".

Aufgrund fehlender Liquidität musste das Unternehmen nach Insolvenzeröffnung rasch geschlossen werden. "Ob es überhaupt zu einer Quotenzahlung an die Gläubiger kommen wird, lässt sich aus heutiger Sicht noch nicht abschätzen", erklärten die KSV-Kreditschützer. Die Stahlbau-Sparte wurde eine Woche vor der Insolvenz auf SBE Alpha unbenannt wurde.

Mittwochvormittag fand am Handelsgericht Wien die Prüfungstagsatzung im Konkursverfahren über das Vermögen der SBE Alpha AG statt. Bei der SBE Alpha AG handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der ebenfalls insolventen Waagner-Biro AG.

11,5 Millionen Euro bisher anerkannt

In den 160 Millionen Euro an Forderungen sind laut KSV hohe Schadenersatzforderungen von ehemaligen Vertragspartnern enthalten. Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Stephan Riel hat vorerst Forderungen in Höhe von rund 11,5 Millionen Euro anerkannt und 148,5 Millionen Euro zunächst bestritten.

"Ob bzw. in welcher Höhe die derzeit bestrittenen Forderungen im Laufe des Verfahrens noch anzuerkennen sein werden, bleibt abzuwarten. Die Abwicklungsmaßnahmen gestalten sich komplex und werden die eingeleiteten Verwertungsprozesse noch einige Zeit in Anspruch nehmen", so das Zwischenfazit der Kreditschützer. (APA, 9.1.2019)

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