Liensberger will im Slalom bald um Sieg kämpfen

    9. Jänner 2019, 13:12
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    Vorarlbergerin jubelte als Flachau-Dritte über erstes Podest und könnte zur Gefahr für Shiffrin und Vlhova werden

    Flachau – Trotz Darmgrippe und kostspieligem Fahrfehler hat Katharina Liensberger in Flachau ihr erstes Weltcup-Podest geholt. Die 21-Jährige hat mit Platz drei auch jene bestätigt, die der Vorarlbergerin nicht nur großes Talent, sondern auch eine erfolgreiche Zukunft bescheinigen. Auf jeden Fall ist Liensberger derzeit die klare Nummer eins in Österreichs Damen-Slalomteam.

    foto: apa/barbara gindl
    Katharina Liensberger will sich keinen Druck machen, sie will sich verbessern und nach vorne kommen.

    Und das unabhängig davon, dass Katharina Gallhuber verletzt fehlt und Bernadette Schild ihre "Schweinelähmung" auch in Flachau nicht loswurde. Bei der multisportiven Olympia-Zweiten im Teambewerb geht es weiterhin fast nur nach vorne. Möglichst bald möchte Liensberger deshalb auch in das aktuelle Slalom-Duell zwischen Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova eingreifen.

    Zielstrebig, ehrgeizig und konsequent

    Die 1,64 Meter große Liensberger ist zwei Jahre jünger, den beiden derzeit besten Slalomfahrerinnen aber auf den Fersen. Ohne ihren gravierenden Fehler im zweiten Durchgang wäre die Göfiserin schon in Flachau deutlich näher dran gewesen.

    Man traut der leidenschaftlichen Harfe-Spielerin und ehrgeizigen Stams-Maturantin viel zu. "Sie ist eine sehr akribische Arbeiterin", weiß auch Slalomchef Johannes Zöchling. "Kathi ist zielstrebig, ehrgeizig und verfolgt ihre Ziele sehr konsequent." Liensberger trainiert in der Kombi-Gruppe von Stefan Schwab hauptsächlich mit dem neuen Allgäuer Slalomcoach Robert Füss, der seit diesem Winter im ÖSV-Team ist. Seit dem Semmering hat die Rossignol-Fahrerin zudem einen neuen Servicemann.

    foto: reuters/leonhard foeger
    Liensberger freut sich auf alles noch Kommende in diesem Jahr.

    Liensberger stellte ihre Konsequenz auch beim Bekämpfen der Darmgrippe in Flachau unter Beweis. "Letztlich sind es nur die zwei Minuten im Rennen, die zählen", betonte sie. Sie wisse, dass man sie mittlerweile im Fokus habe. "Das wichtigste ist deshalb, dass ich mir selbst keinen Druck mache, sondern versuche, mich weiterhin stets zu verbessern und nach vorne zu kommen", will sie ihrer Linie treu bleiben. "Es ist schön zu sehen, wenn die Ergebnisse in die richtige Richtung gehen."

    Kathi oder Katharina, Hauptsache Adrenalin

    Liensberger ist als letzte der aktuell gleich vier Katharinas im ÖSV-Damenteam im Weltcup aufgetaucht. "Nummerierungen gibt's aber keine, und mir ist es egal, ob man mich Kathi oder Katharina ruft", sagte sie lachend.

    Was zähle, sei das Skifahren. "Und da zeige ich momentan meine schnellen Schwünge nur abschnittsweise. Das muss konstanter kommen", verwies sie auf offenes Potenzial. Am liebsten wäre die angehende Zollbeamtin gleich am Tag nach Flachau wieder Rennen gefahren. "Die Rennserie im Jänner ist die schönste Zeit im ganzen Jahr. Es macht Spaß, wenn es gleich wieder weitergeht", sagte sie. "Ich freue mich auf Kronplatz, ich freue mich auf alles noch Kommende in diesem Jahr. Ich hoffe, der Adrenalinschub von Flachau hält noch möglichst lange an." (APA, red, 9.1.2019)

    • Katharina Liensberger holte in Flachau trotz Fehler und Bauchgrippe als Dritte ihren ersten Podestplatz sowie 19.393 Euro Preisgeld.
      foto: apa/barbara gindl

      Katharina Liensberger holte in Flachau trotz Fehler und Bauchgrippe als Dritte ihren ersten Podestplatz sowie 19.393 Euro Preisgeld.

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