Kuba soll tausende Zika-Infektionen nicht gemeldet haben

    9. Jänner 2019, 10:35
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    Wissenschafter der Universität Yale berichten, dass sich 5.700 Menschen in Kuba mit dem Virus infiziert haben. Gemeldet wurden nur 1.900 Fälle

    Kuba soll tausende Fälle von Infektionen mit dem Zika-Virus im Jahr 2017 nicht gemeldet haben. Staatliche Behörden hätten die Infektionen nicht der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation mitgeteilt, berichtete das englischsprachige Wissenschaftsmagazin "New Scientist" kürzlich.

    Wissenschafter der US-Universität Yale gehen demnach davon aus, dass rund 5.700 Menschen in Kuba mit dem Virus infiziert wurden. Das Land habe offiziell aber nur rund 1.900 Infektionen gemeldet, so das Magazin.

    Verdeckter Ausbruch

    Die Wissenschafter untersuchten 184 Reisende, die sich mit Zika angesteckt hatten und fanden heraus, dass sich 95 Prozent von ihnen in Kuba aufgehalten hatten. Sie sprachen von einem verdeckten Zika-Ausbruch in der zweiten Jahreshälfte 2017, wie "New Scientist" berichtete. Das Virus war demnach von Reisenden 2016 auf die Insel gebracht worden. Das Zika-Virus wird von der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) übertragen und kann auch bei sexuellem Kontakt weitergegeben werden.

    Eine Infektion insbesondere im ersten Drittel einer Schwangerschaft kann beim Fötus zu Mikrozephalie und anderen Fehlbildungen des Gehirns führen. Kinder mit Mikrozephalie werden mit einem besonders kleinen Kopf geboren, oft verbunden mit geistiger Behinderung und anderen schwerwiegenden neurologischen Störungen. (APA, 9.1.2019)

    • Zika wird von der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) übertragen.
      foto: ap

      Zika wird von der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) übertragen.

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