Nachbetrachtung zum Autos des Jahres

15. Jänner 2019, 12:30
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Die persönliche Wahl zum Auto des Jahres dauert immer lange und ist wohl überlegt. Sie vereint das Bubsein und das echte Leben

Bei der Wahl des persönlichen Autos des Jahres habe ich mich schon gefragt, ob ich das ernst meine und wie ich das argumentiere. Ford Mustang. Am leichtesten und ehrlichsten lässt sich das mit dem Bubsein argumentieren. Dass wir halt immer noch eine Freude haben am lauten und schnellen Brummbrumm, auch als Ausgewachsene. Aber nur vernünftig wär auch fad im Leben, oder? Dass der Wunsch, jugendlich zu sein, irgendwann ein Problem werden kann, habe ich auch erkannt. Das wird mit dem Älterwerden schlimmer.

Symptom 911

Da gibt es Symptome. Unlängst stand ich in einer Halle voll mit tollen alten Autos, und als ich mich für einen 911er Porsche interessierte, fragte mich der Garagenbetreiber ganz ungeniert: "Hast ein Problem mit dem Älterwerden?" Ihm selbst gehören übrigens 20 Autos, er hat das Problem mit dem Älterwerden also schon irgendwie überwunden. Oder auf den Punkt gebracht. An die dritte Stelle hab ich übrigens den Skoda Karoq gereiht. Irgendwo dazwischen, zwischen Mustang und Karoq, spielt sich das Leben ab. Und ganz ehrlich, wenn es so ist, dann haben wir es eh noch ganz gut erwischt. (Michael Völker, 10.1.2019)

  • Das Bubsein hat immer noch seine Berechtigung, etwa bei einer Fahrt mit dem Mustang Cabrio.
    foto: guido gluschitsch

    Das Bubsein hat immer noch seine Berechtigung, etwa bei einer Fahrt mit dem Mustang Cabrio.

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