Wegen Tweet mit iPhone: Huawei streicht Lohn von Mitarbeitern

    5. Jänner 2019, 11:05
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    Eine kleine Panne hat nun dazu geführt, dass Mitarbeiter degradiert wurden

    Es war ein Lapsus, über den sich User auf Twitter zahlreich lustig machen: Der offizielle Account des Handyherstellers Huawei wünschte auf der sozialen Plattform Usern ein frohes, neues Jahr. Das Problem dabei: Die Botschaft wurde per "Twitter for iPhone", dem Gerät eines Konkurrenten, versandt. Der Tech-Videoblogger Marques Brownlee verwies scherzhaft darauf und konnte tausende Reaktionen auslösen.

    Degradiert und Lohn gestrichen

    Nun soll der kleine Fauxpas zu Konsequenzen geführt haben, wie "Bloomberg" und "Reuters" berichten. So wurde ein Mitarbeiter degradiert, zudem wurde sein und der Lohn eines zweiten Mitarbeiters zum Teil gestrichen. Wie aus einem internen Memo, welcher "Bloomberg" und "Reuters" vorliegt, hervorgeht, verlieren beide 5.000 Yuan, umgerechnet ungefähr 640 Euro, ihres Monatslohns. Auch könne einer von ihnen in den nächsten 12 Monaten keine Gehaltserhöhung mehr bekommen. Die Person war zuvor der Chef für digitales Marketing bei Huawei. Chen Lifang, Senior Vice President und Vorstandsmitglied bei Huawei, sagte, dass der Vorfall "der Huawei-Marke Schaden zugefügt" habe.

    "Mängel in unseren Prozessen"

    Zu dem Fehler sei es gekommen, weil die externe Social-Media-Agentur, die Huawei einsetzt, offenbar Probleme mit ihrem VPN-Dienst hatte. Twitter ist in China gesperrt, weswegen man zu alternativen Lösungen greifen muss. Daher wurde ein iPhone mit einer ausländischen Sim-Karte verwendet. Laut dem internen Memo zeige der Vorfall "Mängel in unseren Prozessen und unserem Management".

    Immer wieder ähnliche Vorfälle

    Erst kürzlich hatte Apple selbst eine kleine Panne: Der offizielle Twitter-Account von Apple versandte einen Beitrag mit "Twitter für Android". Zuvor bewarb Samsung das Galaxy Note 9 mit einem iPhone, Huawei-Markenbotschafterin und "Wonder Woman" Gal Gadot twitterte ebenfalls auf einem iPhone über das Huawei Mate 10. (red, 5.1.2019)

    • Ein Tweet mit einem iPhone kostete einen Mitarbeiter seine Position.
      foto: apa/afp/nicolas asfouri

      Ein Tweet mit einem iPhone kostete einen Mitarbeiter seine Position.

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