Dänemark arbeitet tödliches Zugunglück auf

Video3. Jänner 2019, 08:10
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Ermittler: Offenbar lösten sich Teile von Güterzug. 40 Autofahrer wurden für das Fotografieren der Unfallstelle bestraft

Kopenhagen/Berlin – Nach dem schlimmsten Zugunglück in Dänemark seit mehr als drei Jahrzehnten sind die zuständigen Ermittler am Donnerstag weiter mit der Aufarbeitung des Vorfalls beschäftigt. Gleichzeitig wurde an der Identifizierung der Toten gearbeitet. Frühestens am Donnerstag wollte die Polizei nähere Angaben zu den Opfern machen. In der Früh wollte sie in Odense über den Ermittlungsstand informieren.

Der auf der Storebæltbrücke verunglückte Passagierzug und der am Unfall beteiligte Güterzug sollten für weitere Untersuchungen in einen abgesperrten Bereich bei Nyborg am westlichen Ende der Brücke gebracht werden, wie die Polizei der Region Fünen am Mittwochabend mitteilte.

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Am Mittwochmorgen war ein Zug mit 131 Fahrgästen und drei Besatzungsmitgliedern an Bord auf der Storebæltbrücke verunglückt. Bisher wird davon ausgegangen, dass ein leerer Lastwagenanhänger von dem entgegenkommenden Güterzug herunterfiel und das folgenschwere Unglück somit auslöste. Näheres zur Ursache ist aber bisher unklar.

Sechs Todesopfer

Die Zahl der Toten hatte sich Donnerstagfrüh von sechs auf acht erhöht. Rund ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Es handelte sich um das opferreichste Zugunglück in Dänemark seit 1988. Eine Aufarbeitung der Unglücksursache dürfte noch Wochen, möglicherweise auch Monate dauern.

Zum Unglückszeitpunkt hatte es heftig gestürmt in Teilen Skandinaviens. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland (Sjelland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Auf Seeland liegt auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen.

Gaffer bestraft

40 Autofahrer müssen unterdessen Bußgelder zahlen, weil sie mit ihren Mobiltelefonen Bilder vom Unglücksort auf der Brücke über den Großen Belt gemacht haben. "Das geht absolut nicht in Ordnung. Zeigen Sie jetzt Respekt für die Betroffenen – und halten Sie im Übrigen die Straßenverkehrsordnung ein!!!", schrieb die Polizei von Fünen auf Twitter. (APA, 3.1.2019)

Der Artikel wird laufend aktualisiert.

  • Der Zug auf der Belt-Brücke. Ein heftiger Sturm erschwerte die Rettungsarbeiten.
    foto: michael bager/ap

    Der Zug auf der Belt-Brücke. Ein heftiger Sturm erschwerte die Rettungsarbeiten.

  • Offenbar sorgten herumfliegende Gegenstände aus diesem Güterzug für das Zugunglück.
    foto: apa/afp/ritzau scanpix/michael bager

    Offenbar sorgten herumfliegende Gegenstände aus diesem Güterzug für das Zugunglück.

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