"Le Monde" entschuldigt sich für umstrittene Macron-Darstellung

    30. Dezember 2018, 14:01
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    Inszenierung des Präsidenten kann an Nazizeit erinnern

    Paris – Die französische Zeitung "Le Monde" hat sich für eine an die Nazi-Zeit erinnernde Darstellung von Präsident Emmanuel Macron auf der Titelseite ihres Wochenmagazins "M" entschuldigt. "Wir entschuldigen uns bei denen, die schockiert sind", schrieb Redaktionsleiter Luc Bronner am Samstagabend auf dem Internetportal der Zeitung. Die Vorwürfe wies er zurück, diese entsprächen nicht den Absichten der Redaktion.

    Auf der "M"-Titelseite vom Samstag ist eine Schwarz-Weiß-Ablichtung Macrons vor weißem und rotem Hintergrund zu sehen, der an die Fahne der Nationalsozialisten erinnert. Der Präsident ist halb im Profil zu sehen und wirkt hart und streng. Seine Darstellung lässt unfreiwillig an eine Haltung Hitlers auf Propagandaplakaten der Nationalsozialisten denken.

    An russischen Konstruktivismus angelehnt

    Die Ausgabe erschien inmitten der Proteste der "Gelbwesten", die gegen Steueranhebungen und hohe Lebenshaltungskosten demonstrieren. Die Ausgabe trägt den Titel: "Von der Amtseinführung bis zu den Gelbwesten: Die Champs-Elysees, Schauplatz der Macronschen Macht".

    Bronner erklärte, die für die Titelseite verwendeten Stilelemente seien an den russischen Konstruktivismus des frühen 20. Jahrhunderts angelehnt. Bei Anhängern von Macron hatte der Titel für heftige Reaktionen gesorgt. (APA, AFP, 30.12.2018)

    • "Le Monde" hat sich bei Macron entschuldigt.
      foto: apa/afp/ludovic marin

      "Le Monde" hat sich bei Macron entschuldigt.

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