Argentinischer Journalist Osvaldo Bayer gestorben

    26. Dezember 2018, 10:40
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    Bayer stammte aus einer österreichischen Auswandererfamilie und war für sozialkritische Recherchen bekannt

    Buenos Aires Der argentinische Journalist, Historiker und Intellektuelle Osvaldo Bayer ist gestorben. Seine Familie bestätigte den Tod des 91-Jährigen am Montag. Bayer, der aus einer österreichischen Auswandererfamilie stammte, war international vor allem wegen seiner Recherchen und Werke über den Streik und den Aufstand der Landarbeiter in Patagonien im Jahr 1921 bekannt.

    Sein Buch "La Patagonia rebelde" (auf Deutsch "Aufstand in Patagonien") wurde 1974 verfilmt. Bayer arbeitete zudem für mehrere lateinamerikanische Medien.

    1952 bis 1956 studierte er in Hamburg Philosophie und Geschichte, während der Militärdiktatur Argentiniens lebte er einige Jahre im Exil in Berlin. Wegen seiner Recherchen war er mehreren südamerikanischen Regierungen immer wieder ein Dorn im Auge und wurde bedroht.

    "Von allem, was ich in meinem Leben getan habe, ist der Job des Journalisten der, mit dem ich mich am meisten identifizieren kann. Ich bin geborener Journalist", sagte Bayer anlässlich seines 90. Geburtstags. Bayer wurde am 18. Februar 1927 in der Stadt Santa Fe geboren und lebte die letzten Jahre in Buenos Aires. (APA/dpa, 26.12.2018)

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