"All I Want for Christmas": Spotify-Rekord zeigt, wie wenig Künstler verdienen

    26. Dezember 2018, 10:35
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    Mariah Carey könnte sich von den Tantiemen für elf Millionen Klicks nicht einmal ein besseres Auto kaufen

    Weihnachten ist für viele Menschen offenbar gleichbedeutend mit der Beschallung von Hits wie "Last Christmas" oder "All I Want for Christmas". Letzteres hat nun einen neuen Rekord auf Spotify gebrochen. Mit elf Millionen Klicks schlug das Lied frühe Bestmarken für die meisten Zuhörer an einem Tag. Mariah Carey kann sich davon allerdings nicht sehr viel kaufen – zumindest, wenn man die Maßstäbe der Popwelt ansetzt.

    Cent-Bruchstücke pro Klick

    So zahlt Spotify pro Klick zwischen 0,006 und 0,0084 Dollar an Rechteinhaber. Dieser Betrag wird dann an Label, Produzenten, Künstler und Songwriter aufgeteilt. Quartz hat berechnet, dass für "All I Want for Christmas" am 24. Dezember rund 92.000 Dollar ausbezahlt wurden. Der Song wurde von Carey und einem Partner geschrieben und gehört natürlich einem Musiklabel. Carey erhält also vermutlich einen Betrag um die 20.000 Dollar. Das ist als Tagesverdienst natürlich fantastisch, für Popstars wie Carey jedoch als Peanuts zu sehen. So nahm "All I Want for Chistmas" laut Economist insgesamt schon 60 Millionen Dollar ein. Mit Spotify allein wäre das nicht möglich gewesen.

    Radio und Co. lukrativer

    Verdienste wie durch Radio, Musikfernsehen und CD-Verkäufe sind mit Spotify nicht mehr möglich. Das ist mit ein Grund dafür, dass viele Künstler wie Superstar Taylor Swift gegen die Deals von Streaming-Diensten protestieren. Carey selbst hat ein geschätztes Vermögen von 500 Millionen Dollar und dank des Spotify-Rekords nun weitere Maßstäbe gesetzt. Bislang hielt XXXTentacion die Bestmarke für die meisten Klicks an einem einzigen Tag. (red, 26.12.2018)

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    • Mariah Carey wird mit Spotify nicht viel reicher
      foto: apa/afp/macon

      Mariah Carey wird mit Spotify nicht viel reicher

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