Frau von inhaftiertem Menschenrechtsanwalt unter Hausarrest

    25. Dezember 2018, 13:07
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    Li Wenzu sagt, sie werde durch den Arrest an der Prozess-Teilnahme gehindert

    Peking – In China ist die Frau eines inhaftierten Menschenrechtsanwalts unter Hausarrest gestellt worden. Li Wenzu erklärte am Dienstag im Kurzbotschaftendienst WeChat, sie sei von mehr als 20 Sicherheitsleuten in ihrer Wohnung in Peking festgesetzt worden. Einer habe ihr gesagt, sie dürfe nicht nach Tianjin im Nordosten Chinas fahren, wo ihr Mann am Mittwoch vor Gericht gestellt werden soll.

    Der Rechtsanwalt Wang Quanzhang, der Aktivisten und Opfer von Landenteignungen vertrat, war 2015 im Zuge einer Polizeiaktion gegen Kritiker der kommunistischen Regierung verschwunden. Wang wurde 2016 wegen des Vorwurfs der "Subversion" angeklagt. Als Einziger der damals insgesamt mehr als 200 Festgenommenen wurde ihm noch nicht der Prozess gemacht. Der Termin für Mittwoch wurde nicht öffentlich angesetzt.

    Li, die die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während deren Chinareise Ende Mai getroffen hatte, hatte sich vergangene Woche aus Protest gegen die Behandlung ihres Mannes ihren Kopf scheren lassen. (APA, 25.12.2018)

    • Kopfrasur aus Protest – nun ist sie selbst unter Arrest gestellt: Li Wenzu.
      foto: apa/afp/fred dufour fotograf: fred dufour

      Kopfrasur aus Protest – nun ist sie selbst unter Arrest gestellt: Li Wenzu.

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