Nach Print-Aus macht "Spex" online weiter

    23. Dezember 2018, 16:23
    7 Postings

    Musikzeitschrift kündigt neue digitale Formate an und startet Abomodell

    Hamburg – Nach 38 Jahren und 384 Ausgaben erscheint Ende des Jahres die letzte gedruckte Ausgabe der Musikzeitschrift "Spex", das Aus der Printausgabe wurde Mitte Oktober bekannt gegeben, Die Gatekeeper-Funktion von Popjournalisten habe sich "weitgehend erledigt", schrieb damals Chefredakteur Daniel Gerhardt im Editorial.

    Jetzt wollen die "Spex"-Macher das Magazin online weiterführen, kündigt Redakteur Dennis Pohl an. Ab 1. Februar 2019 sollen "die besten Seiten" des Heftes und neue Formate im digitalen Raum erscheinen. "Wir arbeiten bereits mit allen verfügbaren Köpfen an einer neuen Gestaltung, an frischen Audioinhalten, an mehr Raum für Tiefe und jeder Menge anderen Formaten, die die besten Seiten des Printmagazins ins Internet übertragen und erweitern werden", so Pohl.

    Finanziert werden soll die Onlineausgabe mittels einem Abomodell. "Um unsere Arbeit nämlich weiterhin unabhängig, kritisch und frei von digitalem Massendenken machen zu können, haben wir uns dafür entschieden, zu einem Abomodell zu greifen", so Pohl. Für zwei Euro pro Monat könne man "auf alle zukünftigen Inhalte samt des kompletten Heftarchivs aus 38 Jahren 'Spex' zugreifen". (red, 23.12.2018)

    Zum Thema

    Aus für Zeitschrift "Spex": Das Punkwerk der Minderheiten – Jahrzehntelang gelang es "Spex", Pop als Widerstandsphänomen darzustellen. Jetzt stellt sie ihr Erscheinen ein

    Berliner Musikzeitschrift "Spex" wird eingestellt – Chefredakteur Daniel Gerhardt macht unter anderem sinkende Werbeerlöse verantwortlich

    Share if you care.