In Wien überleben 94 von 100 Patienten ihren Herzinfarkt

    19. Dezember 2018, 06:00
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    In Wien sind seit dem Jahr 2003 sechs Spitäler zu einem Herzinfarkt-Netzwerk zusammengeschlossen. Eine Studie zeigte, dass das System sehr gut funktioniert

    Was bei einem Herzinfarkt wirklich wichtig ist: Rasche und professionell Hilfe. "Jede Minute zählt", sagt Michael Binder, medizinischer Direktor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). Damit die Versorgung zu jeder Tages- und Nachtzeit klappt, sind seit 2003 sechs Wiener Spitäler zum Herzinfarkt-Netzwerk "Vienna STEMI network" zusammengeschlossen. Jedes Haus hat fixe Zeiten, an denen es gezielt von der Wiener Berufsrettung angefahren wird.

    Dass das System funktioniert, zeigte nun eine Studie. Sechs Jahre lang (von 2003 bis 2009) wurde untersucht, ob die Versorgung von Patienten mit schweren Herzinfarkten innerhalb und außerhalb der normalen Dienstzeiten – also an Abenden, in der Nacht und an Wochenenden – gewährleistet ist. Insgesamt wurden die Daten von 2.829 Herzinfarktpatienten analysiert. Als primärer Endpunkt wurde die Drei-Jahres-Überlebensrate definiert. Das zentrale Ergebnis: 94 von 100 Patienten haben ihren Herzinfarkt überlebt, unabhängig davon, ob das kardiovaskuläre Ereignis am Tag oder in der Nacht aufgetreten ist. (red, 19.12.2018)

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