Rapid erwischt EL-Hammerlos Inter, Salzburg spielt gegen Brügge

    17. Dezember 2018, 13:43
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    SCR-Trainer Kühbauer will "Herausforderung mit Freude annehmen". Sechzehntelfinal-Gegner der Bullen feierte größte internationale Erfolge unter Trainerlegene Happel.

    Nyon/Wals-Siezenheim/Wien – Die Sechzehntelfinal-Auslosung der Europa League hat Rapid am Montag mit Inter Mailand einen ganz schweren Gegner gebracht. Red Bull Salzburg trifft auf den belgischen Meister Club Brügge. Spieltermine sind der 14. und 21. Februar. Rapid spielt zuerst daheim, Salzburg hat im Rückspiel Heimvorteil.

    Favoritenrolle klar

    "Die Italiener sind natürlich klarer Favorit, wir können nur überraschen und sollten die Herausforderung mit Freude annehmen", meinte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer in einer ersten Club-Aussendung. Inter ist als Gruppendritter der Champions League in die Europa League umgestiegen. Hinter Pool-Sieger Barcelona schied Inter punktegleich mit Tottenham Hotspur nur aufgrund des direkten Duells aus.

    Inter liegt derzeit in der Serie A 14 Punkte hinter Leader Juventus Turin auf Rang drei. Für Kapitän Stefan Schwab erfülle sich mit der Reise ins weltbekannte Stadion "ein Kindheitstraum". Der 28-jährige Italien-Fan trumpfte mit kulturellem Fußballwissen auf: "Das Stadion San Siro, heute nach Giuseppe Meazza benannt, ist eine richtige Fußballkathedrale."

    Erinnerungen an 1990

    Die bekanntesten Akteure des heutigen Inter-Kaders sind Goalgetter und Kapitän Mauro Icardi sowie die kroatischen Vize-Weltmeister Ivan Perisic, Marcelo Brozovic und Sime Vrsaljko. Dazu kommen etwa der belgische Abräumer Radja Nainggolan, "Uru" Matias Vecino oder der niederländische Internationale Stefan de Vrij.

    In der Saison 1990/91 trafen die Hütteldorfer bereits einmal auf Inter. In der ersten Runde des Uefa-Cups setzten sich die Wiener im Hinspiel 2:1 durch, im Rückspiel schied Rapid mit einem 1:3 nach Verlängerung aus.

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    Rose freut sich auf Brügge

    Salzburg trifft auf Club Brügge. Der belgische Meister blickt auf eine bereits 127-jährige Club-Geschichte zurück, in der die größten internationalen Erfolge unter der Wiener Trainerlegende Ernst Happel gefeiert wurden. So scheiterten die Blau-Schwarzen 1976 im UEFA-Cup-Finale und 1978 im Meistercup-Endspiel jeweils an Liverpool. Heuer spielte Brügge in der Champions League, wurde in der Gruppe A hinter Borussia Dortmund und Atletico Madrid Dritter.

    "Das ist ein spannendes Los, mit einem Gegner, auf den ich mich freue. Der belgische Meister hat eine Mannschaft, die sehr gut organisiert ist und über viel Tempo verfügt. Das zeigen auch die Ergebnisse aus der Champions League", betonte Salzburg-Trainer Marco Rose. Sein Linksverteidiger Andreas Ulmer pflichtete ihm bei: "Brügge verfügt über hohe Qualität. Da brauchen wir in jedem Fall zwei sehr gute Tage für den Aufstieg."

    Korruptionsskandal wirft Schatten

    "Generell bringt der belgische Fußball viele tolle Spieler hervor, es wird also sicherlich eine spannende, schwierige Aufgabe für uns", meinte Sportdirektor Christoph Freund zur Ausgangslage. Gleichzeitig wies der 41-jährige Salzburger auf das "fanatische Publikum" und die "vielen Fans" von Brügge hin.

    Abseits des Spielfeldes sorgte der 15-fache belgische Meister, der aktuell nach 19 Runden in der Pro League sieben Zähler hinter Genk Zweiter ist, zuletzt aber auch für Negativ-Schlagzeilen. Im Zuge des belgischen Korruptionsskandals musste sogar Brügge-Trainer Ivan Leko eine Nacht in Untersuchungshaft verbringen. Der 40-jährige Kroate war bei einer Großrazzia am 10. Oktober festgenommen worden. Anklage wurde aber dann nur gegen Lekos Ex-Manager erhoben. Auch gegen Brügge liefen Ermittlungen, die wegen des Verdachts von manipulierten Spielen in der Pro League eingeleitet worden waren. (APA, red, 17.12.2018)

    Sechzehntelfinale der Europa League:

    Club Brügge – Red Bull Salzburg
    Rapid Wien – Inter Mailand
    Viktoria Pilsen – Dinamo Zagreb
    Slavia Prag – Genk
    Krasnodar – Bayer Leverkusen
    FC Zürich – Napoli
    Malmö – Chelsea
    Schachtar Donezk – Eintracht Frankfurt
    Celtic Glasgow – Valencia
    Stade Rennes – Betis Sevilla
    Olympiakos Piräus – Dynamo Kiew
    Lazio Rom – Sevilla
    Fenerbahce Istanbul – Zenit St. Petersburg
    Sporting Lissabon – Villarreal
    Bate Borissow – Arsenal
    Galatasaray Istanbul – Benfica Lissabon

    Spieltermine:

    Sechzehntelfinale: 12./14. und 20./21. Februar

    Achtelfinale: 7. und 14. März

    Viertelfinale: 11. und 18. April

    Halbfinale: 2. und 9. Mai

    Finale: 29. Mai in Baku

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