Gesichtsscanner mit Kopf aus 3D-Drucker ausgetrickst

    17. Dezember 2018, 08:53
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    Nur das iPhone ließ sich nicht täuschen, berichtet "Forbes" nach einem Experiment

    Wie sicher ist das Entsperren von Smartphones mit Gesichtserkennung? Das wollte einmal mehr das Magazin "Forbes" herausfinden. Bei der britischen Firma Backface ließ ein Reporter ein Duplikat seines Kopfes 3D-drucken und präparieren, was rund 330 Euro kostete. Anschließend wurde das Modell bei fünf verschiedenen Smartphones eingesetzt.

    Android-Geräte fallen hinein

    Das Ergebnis: Alle Android-Geräte fielen auf die Kopf-Kopie hinein, während das iPhone X standhielt. Allerdings gab es bei den Android-Modellen leichte Unterschiede. Beim LG G7 ThinQ funktionierte die Täuschung anfangs gut, später jedoch nicht mehr so perfekt – offenbar war zwischenzeitlich ein Software-Update erfolgt. Die Samsung-Geräte S9 und Note 8 ließ sich erst austricksen, als der Kopf aus verschiedenen Winkeln gezeigt wurde. Alle drei Geräte warnten davor, Gesichtserkennung zu nutzen. Das OnePlus6 verzichtete auf diesen Hinweis, außerdem gelang das Entsperren sofort.

    iPhone hält stand

    Am iPhone X biss sich "Forbes" jedoch die Zähne aus. Apple hatte immer wieder betont, für seine Face ID mit einem Studio aus Hollywood zusammengearbeitet zu haben, um Einbrechern das Handwerk zu legen. Auch Microsofts Windows Hello ließ sich nicht täuschen.

    Sicherheitsrisiko

    Allerdings ist nicht zu erwarten, dass Personen, die sich wirklich um die Sicherheit ihrer Daten sorgen, auf Gesichtserkennung setzen. Sie dient primär dazu, dass Mitbewohner, Eltern und Freunde das Gerät nicht entsperren können. Wer wirklich gegen Hacker oder Geheimdienste geschützt sein will, sollte auf PIN und Passwort setzen. (red, 17.12.2018)

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    Forbes

    • Apples Face ID ist vor Einbrechern gefeit
      foto: apa/afp/nouvelage

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