E-Mobilität: Reichweite ist nicht alles

Kolumne29. Dezember 2018, 08:52
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Bei der Nachfrage nach immer größeren Reichweiten von E-Autos übersieht man Entscheidendes.

Die Diskussion um die Reichweite von Elektroautos wird meist aus dem Blickwinkel alter Gewohnheiten mit Benzin- oder Dieselautos geführt. Dabei wird vielfach außer Acht gelassen, dass ein herkömmliches Auto in der Früh immer mit dem gleichen Tankinhalt auf dem Parkplatz steht, exakt so wie es am Abend davor abgestellt wurde. Ein Elektroauto hingegen ist in der Früh aufgetankt.

Ladelogistik

Selbst bei einem eher schwachen Stromanschluss lassen sich während der persönlichen täglichen Ruhephase zwischen 150 und 250 km Reichweite nachladen. Für die meisten genug, um den ganzen Tag elektrisch zu bewältigen. Sollte man doch einmal mehr fahren, kann man ja an einer öffentlichen Ladestation in einer nicht einmal einstündigen Pause durch Schnellladen Strom nachfassen.

Mitunter ist es also gar nicht nötig, unbedingt zur größtmöglichen Batterie zu greifen. Denn je größer die Batterie, umso schlechter ist auch die Energiebilanz, weil ja bei einem Elektroauto nicht das Fahren, sondern die Batterieherstellung den größten Posten in der CO2-Bilanz darstellt.

Kapazitäten

Es verbreitet sich also zusehends die Überzeugung, dass eine Batteriekapazität von 30 bis 40 kWh vollkommen ausreicht und 60 kWh nur bei besonders intensiver Nutzung als wirklich notwendig erscheint. (Rudolf Skarics, 29.12.2018)

  • Eine Batteriekapazität von bis zu 40 kWh reicht für die meisten Personen vollkommen aus.
    foto: volkswagen

    Eine Batteriekapazität von bis zu 40 kWh reicht für die meisten Personen vollkommen aus.

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