Rumänisches Gericht lehnt Auslieferung von Journalisten an Türkei ab

    14. Dezember 2018, 13:48
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    Der Journalist Demirkaya hatte politisches Asyl in dem EU-Staat beantragt

    Bukarest/Ankara – Das Appellationsgericht in Bukarest hat am Freitag die Auslieferung des regimekritischen türkischen Journalisten Kamil Demirkaya an die Türkei abgelehnt. Auch der Staatsanwalt habe sich gegen den entsprechenden Antrag des türkischen Justizministeriums ausgesprochen, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

    Demirkaya hat vor Kurzem politisches Asyl in Rumänien beantragt. Er lebt seit zwei Jahren mit einer vorläufigen Aufenthaltsgenehmigung in dem südosteuropäischen EU-Land und arbeitet für die Publikation "Zaman Romania", die kritisch in rumänischer Sprache über die Türkei berichtet. Am 5. Dezember hatte ihn die rumänische Staatsanwaltschaft infolge des Auslieferungsantrags aus der Türkei erstmals angehört.

    "Zaman Romania" schrieb, die Staatsanwaltschaft in Antalya habe den Haftbefehl gegen Demirkaya "auf Befehl Erdogans" erlassen. Er werde beschuldigt, Teil der in der Türkei verfolgten Gülen-Bewegung zu sein. Die Türkei macht vor allem Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch von 2016 verantwortlich. (APA/dpa, 14.12.2018)

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