Weltweite Suche nach Blutspender für krebskrankes Mädchen

    15. Dezember 2018, 06:00
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    Eine Zweijährige aus Florida ist an einem Neuroblastom erkrankt. Weil sie eine extrem seltene Blutgruppe hat, wird weltweit nach Spendern gesucht

    Bei der zweijährigen Zainab Mughal aus Tallahassee in Florida wurde kürzlich ein hochriskantes Neuroblastom diagnostiziert. Um diese aggressive Krebsart zu bekämpfen, braucht das kleine Mädchen laufend Bluttransfusionen. Weil ihr Blut aber extrem selten ist, konnten bisher nur drei passende Spender gefunden werden. Die Eltern haben nun eine weltweite Suche nach weiteren Menschen mit der seltenen Blutgruppe gestartet.

    Was Zainabs Blut unterscheidet ist, dass ihm das Antigen "Indian B" fehlt, das die meisten Menschen in ihren Blutzellen tragen. Das bedeutet, dass auch im Blut des Spenders das indische B-Antigen fehlen muss. Ansonsten würde der Körper des Kleinkindes das Blut abstoßen.

    Die einzigen Menschen, deren Blutgruppe infrage kommen könnte, sind jene mit Blutgruppe "O" oder "A" – und deren Eltern beide zu 100 Prozent Pakistaner, Inder oder Iraner sind. Von dieser Gruppe fehlt Schätzungen zufolge allerdings nur vier Prozent tatsächlich das Antigen. Zainabs Eltern und Familienmitglieder sind nicht kompatibel.

    Sieben bis zehn Spendern

    Gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation OneBlood, diversen Blutzentren und dem American Rare Donor Program (ARDP) arbeitet die Familie nun daran, einen passenden Spender zu finden. Bisher wurden drei gefunden, darunter einer aus England und zwei aus den Vereinigten Staaten.

    Bericht des Miami Herald über die weltweite Spender-Suche.

    Um ihren langfristigen Blutbedarf zu decken, muss die Familie von Zainab zwischen sieben und zehn kompatible Spender finden. Bisher wurden mehr als 1.000 lokale Spenden sowie Spenden aus anderen Teilen des Landes getestet, doch leider wurden keine weiteren Übereinstimmungen gefunden.

    Das Neuroblastom ist eine seltene Krebsart, die vor allem Babys und Kleinkinder betrifft. Die Erkrankungen entwickelt sich aus embryonalen und somit unreifen Zellen des Nervensystems. In vielen Fällen beginnt die Entartung der Zellen sogar schon vor der Geburt. Die genauen Ursachen sind bisher unbekannt. Das Neuroblastom ist einer der häufigsten bösartigen Tumore im Kindesalter. Eines von 100.000 Kleinkindern erkrankt daran. (red, 15.12.2018)

    • Die zweijährige Zainab Mughal aus Florida.
      foto: pablo olivieri (oneblood)

      Die zweijährige Zainab Mughal aus Florida.

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