Wie begehen Sie die Adventzeit mit Ihren Kindern?

    Blog14. Dezember 2018, 08:55
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    Nikolaus, Weihnachtsmärkte, Christkind – die Vorweihnachtszeit ist für Familien Aufregung und Stress zugleich

    Cassandra, fünf, und Constantin, sieben, sind gerade damit beschäftigt, ihre Christkind-Briefe zu schreiben. Während Cassandra ihre Wünsche mit Bildern aus einem Spielzeugkatalog auf das Briefpapier klebt, bemüht sich Constantin, möglichst schön zu schreiben. Beide brauchen immer wieder Hilfe von der Mama. Am Abend werden die Briefe dann aufs Fensterbrett gelegt.

    Marvin, Melanie, David und Angela sind mit ihren Eltern auf einem der vielen Christkindlmärkte unterwegs. Während die Erwachsenen sich einen Punsch gönnen, haben die Kinder sich etwas zu naschen ausgesucht. Gemeinsam ziehen alle von Stand zu Stand.

    Monika hat ihre Enkelkinder zu Besuch, und gemeinsam backen sie Kekse. Da die Oma den Teig schon vorbereitet hat, dürfen Anja, Eric und die kleine Ida ihn ausrollen und ausstechen. Das Mehl staubt, und die Kinder haben eine Zeit lang Spaß. Im Hintergrund sind Weihnachtslieder zu hören.

    Adventzeit, Familienzeit, Brauchtum

    Advent bedeutet in der christlichen Tradition die Zeit der Vorbereitung auf die Geburt Jesu. Eine Zeit, in der es ruhiger zugehen und die der Familie gehören sollte. Gerade der Advent und danach Weihnachten sind eine Zeit, in der in vielen Familien langjährige Traditionen gelebt werden. Manches verändert sich durch das Zusammentreffen von Menschen aus verschiedenen Herkunftsfamilien, manche Traditionen werden übernommen, und manche neue werden geschaffen.

    In den meisten Familien haben jetzt die Vorboten der Weihnachtszeit Einzug gehalten: Viele haben einen Adventkalender und freuen sich, dass sie jeden Tag ein Türchen öffnen können und ein kleines Geschenk, eine Süßigkeit oder einfach nur ein Bildchen dahinter finden. Die Kerzen am Adventkranz werden nacheinander bei gemeinsamen Essen oder auch zwischendurch angezündet und verbreiten gemütliche Stimmung. In Kindergärten und Familien kommt der Nikolo, der den Kindern Süßigkeiten bringt und ihnen aus seinem goldenen Buch vorliest. Den Krampus, der die schlimmen Kinder erschrecken und bestrafen sollte, sieht man kaum mehr. Dafür erfreuen sich die Perchtenläufe inzwischen großer Beliebtheit.

    foto: ap/ronald zak
    Ein Besuch auf einem der vielen Christkindlmärkte ist für Familien ein Muss.

    Vor Weihnachten schreiben jetzt auch viele Kinder eine Wunschliste und schicken diese als Brief an das Christkind. Sie haben oftmals viele kleine und große Wünsche, die nicht alle zu erfüllen sind und vielleicht auch nicht erfüllt werden müssen. Ob Kinder an das Christkind glauben, hängt von den Eltern ab, welche Geschichten in der Familie weitergegeben werden, wer denn die Geschenke bringt und warum.

    Inzwischen haben viele Bräuche anderer Kulturen Einzug gehalten, und so sind auch bei uns immer öfter Einflüsse anderer Kulturen und Religionen zu spüren. Gerade in Betreuungseinrichtungen, in denen viele Kinder aufeinandertreffen und miteinander leben, werden christliche Traditionen manchmal nicht mehr gefeiert. Dabei gibt es für die Kinder die Möglichkeit, andere Traditionen und Bräuche kennenzulernen.

    Ein Besuch des Christkindlmarkts steht auch für viele Familien auf dem Programm. Im Getümmel ist es nicht immer einfach, die Kleinen im Blick zu behalten und nicht plötzlich zu verlieren. Die Punschstände sind ein wichtiger Bestandteil der Weihnachtsmärkte geworden und bieten Anlass, sich mit Freunden zu treffen.

    Stress statt Weihnachten?

    Für Eltern und Bezugspersonen bedeutet die Adventzeit oftmals zusätzlichen Stress. Da gilt es die Vorbereitungen für Weihnachten mit dem Familienalltag unter einen Hut zu bringen. Geschenke sind zu besorgen, und vieles ist zu planen.

    In den Geschäften ist Weihnachten schon seit dem Herbst präsent, und seit einigen Wochen werden die Weihnachtsangebote immer mehr. Die Hektik in den Einkaufszentren nimmt deutlich zu, und überall erschallt Weihnachtsmusik.

    Durch Werbung und soziale Medien entstehen bei Erwachsenen und Kindern Wünsche, Vorstellungen und Erwartungshaltungen, die sich im familiären Alltag und aufgrund der Finanzen oftmals nicht umsetzen lassen. So fällt es vielen Menschen heutzutage immer schwerer, eine besinnliche Vorweihnachtszeit zu genießen.

    Die Vorfreude auf Weihnachten, den Christbaum, die Geschenke und das Zusammensein mit den Menschen, die einem wichtig sind, gehören mit zu den schönsten Dingen in der Adventzeit.

    In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtfest voller Freude und ohne Stress!

    Wie gestalten Sie die Adventzeit mit Ihren Kindern?

    Welche Traditionen gibt es in Ihrer Familie? Wie wichtig ist es Ihnen, Traditionen rund um Advent und Weihnachten aufrechtzuerhalten? Wer bringt bei Ihnen die Geschenke? (Andrea Leidlmayr, Christine Strableg, 14.12.2018)

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