Waldhäusl will "Sonderbehandlung" für Integrationsunwillige

12. Dezember 2018, 22:42
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Drasenhofen sei eine "Notwendigkeit" gewesen, sagt der FPÖ-Landesrat

Drasenhofen – Der niederösterreichische FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl, der wegen der Zustände im mittlerweile geschlossenen Asylquartier Drasenhofen in die Kritik geraten war, hat sein Vorgehen am Mittwochabend verteidigt.

Allerdings benutzte Waldhäusl bei dem Interview im "krone.tv-talk" erneut ein Vokabular, das historisch belastet ist. Bei jenen, "die sich nicht integrieren wollen", sei Integration nutzlos, sagte Waldhäusl. "Dort muss man eine andere Behandlung, eine Sonderbehandlung, anstreben, um die Bevölkerung zu schützen."

Begriff des Nazi-Regimes

Der Begriff wurde in der Zeit des Nationalsozialismus als beschönigende Bezeichnung für den Mord an Menschen verwendet, SS-Führer Heinrich Himmler bezog sie auf das Töten "fremdländischer Zivilarbeiter".

Der Duden verweist in seiner Begriffserklärung zuoberst auf diese Bedeutung. Ob Waldhäusl die Dimension des Begriffs bewusst war, war freilich zunächst nicht zu eruieren. (red, 12.12.2018)

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