Messerangreifer von Amsterdam ohne Reue

    11. Dezember 2018, 14:47
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    Afghane war in die Niederlande gereist um "Propheten Mohammed zu verteidigen"

    Amsterdam – Ein Afghane, dem eine terroristische Messerattacke in Amsterdam zur Last gelegt wird, hat vor Gericht keine Reue gezeigt. Er bereue die Tat nicht und würde erneut so handeln, sagte der Mann am Dienstag bei der ersten Sitzung zur Vorbereitung des Prozesses.

    Der 19-Jährige mit einem deutschen Asylstatus hatte im August am Amsterdamer Hauptbahnhof willkürlich auf zwei amerikanische Touristen eingestochen und diese schwer verletzt. Er war von Polizisten niedergeschossen worden.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wollte der Mann mit seiner Tat auf einen Wettbewerb über islamkritische Karikaturen reagieren, den der Rechtspopulist Geert Wilders geplant hatte. Er sei am 30. August in die Niederlande gereist, um den Propheten Mohammed zu verteidigen. "Entweder werde ich Märtyrer, oder ich töte ihn," wird der Angeklagte von der Nachrichtenagentur ANP zitiert. Wilders hatte den Wettbewerb aus Sicherheitsgründen abgeblasen.

    Opfer querschnittsgelähmt

    Eines der beiden Opfer, ein 38-jähriger Mann, ist nach Angaben seines Anwalts durch den Anschlag querschnittsgelähmt. Es gehe ihm physisch und psychisch sehr schlecht. Der andere Mann war an seinem Arm verletzt worden.

    Der Prozess soll erst 2019 beginnen. Zuvor soll der Angeklagte noch von einem Psychologen untersucht werden. (APA, 11.12.2018)

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