Vorarlberg-Museum erhält Nachlass von Susi Weigel

    10. Dezember 2018, 14:48
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    Die Schenkung umfasst rund 1.700 Objekte der Zeichnerin von "Das kleine Ich-bin-ich" oder "Bimbuli"

    Bregenz – Das Vorarlberg-Museum hat den Nachlass der Illustratorin Susi Weigel als Schenkung erhalten. Dabei handle es sich um insgesamt 1.700 Objekte in "sehr gutem Zustand", darunter Skizzen, Entwürfe von Buchcovern sowie Fotoalben und die originalen Stofftiere "Das kleine Ich-bin-ich" und "Bimbuli", die Weigel gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Mira Lobe schuf, teilte das Museum am Montag mit.

    Mit Lobe verband die Künstlerin eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit. Gemeinsam brachte das Duo 45 Bücher und zahlreiche Fortsetzungsgeschichten heraus. Bereits mehrere Generationen verbinden Kindheitserinnerungen mit den literarischen Figuren ihrer Kinderbuchklassiker "Das kleine Ich-bin-ich", "Die Omama im Apfelbaum", "Bärli Hupf" und "Das Städtchen Drumherum".

    Für feministische Forschung relevant

    Von 1952 bis zu ihrem Tod 1990 lebte die 1914 in Proßnitz in Mähren geborene Weigel mit ihrem Mann in Vorarlberg, zunächst in Langen am Arlberg, später in Bludenz. Einer Privatperson aus Bludenz vererbte die Illustratorin schließlich auch ihren Nachlass, den die Erbin nun dem Vorarlberg-Museum überließ.

    Nach erster Durchsicht freute sich die Leiterin des Museum-Depots, Ute Denkenberger, über den "sehr guten" Zustand. Die Objekte würden das umfangreiche Werk der Künstlerin gut sichtbar machen und einen Einblick in die Persönlichkeit geben. "Interessant ist, dass Susi Weigel auch Zeichnungen außerhalb des Kinderbuch-Genres, z. B. Karikaturen, angefertigt hat. Das ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt", sagte Denkenberger. Die Arbeit Weigels sei darüber hinaus für die feministische Forschung von Relevanz. (APA, 10.12.2018)

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