Mindestens 22 Sicherheitskräfte in Afghanistan getötet

    10. Dezember 2018, 09:15
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    Angriffe der islamistischen Taliban auf Stützpunkte

    Kabul – Bei Gefechten in drei afghanischen Provinzen sind mindestens 22 Sicherheitskräfte getötet worden. In der westlichen Provinz Farah wurden in der Nacht auf Montag bei einem Überfall radikalislamischer Taliban auf einen Kontrollposten nahe der gleichnamigen Provinzhauptstadt mindestens zehn Polizisten getötet. Das sagte der Provinzrat Shah Mahmoud Naimi.

    Zwei weitere seien verletzt und zwei als Geiseln genommen worden. In der an den Iran grenzenden Provinz Herat wurden Sonntagnacht bei einem Taliban-Angriff auf den letzten von der Regierung gehaltenen Grenzposten im Bezirk Gulran mindestens vier Sicherheitskräfte getötet. Die anderen Grenzposten seien bereits aufgegeben worden oder an die Taliban gefallen, sagte der Provinzrat Ghulam Habib Hashemi.

    Weitere Angriffe

    In der nordwestlichen Provinz Fariab wurden acht Polizisten bei zwei Vorfällen im Bezirk Almar getötet. Erst hatten Taliban-Kämpfer einen Kontrollposten etwas außerhalb des Bezirkszentrums angegriffen. Der dort stationierte Sohn eines Polizeikommandanten forderte Unterstützung an. Als sein Vater mit Verstärkung anrückte, wurde dessen Fahrzeug angegriffen. Vater und Sohn seien unter den Getöteten, sagte der Provinzrat Mohammad Tahir Rahmani. Weitere mindestens sechs Polizisten seien verwundet worden.

    Die Taliban greifen fast täglich Kontrollposten und Basen der afghanischen Sicherheitskräfte an. Militärkreisen zufolge kommen täglich rund 35 Polizisten und Soldaten bei Anschlägen und Gefechten ums Leben. Laut Angaben des US- und afghanischen Militärs beherrscht die Regierung nur noch wenig mehr als die Hälfte der Bezirke des Landes. Weitere rund 30 Prozent sind umkämpft.

    Die USA treiben aktuell eine politische Lösung des Konflikts voran und versuchen, die Taliban an den Verhandlungstisch zu bringen. Auch die Bundeswehr ist an dem internationalen Einsatz in Afghanistan beteiligt.

    (APA, 9.12.2018)

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