St. Pölten nähert sich mit Sieg gegen Altach dem LASK an

    8. Dezember 2018, 19:04
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    Niederösterreicher sichern Platz drei ab – Vorarlberger nun schon sieben Runden sieglos

    Der SKN St. Pölten hat im Rennen um die Teilnahme an der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga voll angeschrieben. Die Niederösterreicher setzten sich am Samstag zu Hause gegen den SCR Altach mit 2:1 (1:0) durch und sicherten ihren dritten Tabellenplatz ab. Altach ist nun seit sieben Runden sieglos, Trainer Werner Grabherr gerät beim Vorletzten mehr und mehr unter Druck.

    Zweiter Sieg für SKN unter Popovic

    Issiaka Ouedraogo erzielte schon in der 6. Minute das 1:0 für die St. Pöltner. Pak Kwang-ryong (64.) gelang in der zweiten Spielhälfte die Vorentscheidung. Im siebenten Ligaspiel unter Trainer Ranko Popovic holte der SKN damit den zweiten Sieg. Altach konnte durch U21-Teamstürmer Adrian Grbic per Freistoß (89.) erst in den Schlussminuten verkürzen. Durch das Remis der Admira gegen Salzburg liegen die Rheindörfler nun an Punkten gleichauf mit dem Schlusslicht.

    St. Pölten brachte sich in der NV Arena mit dem ersten gefährlichen Vorstoß auf die Siegerstraße. Sandro Ingolitsch fand rechts außen Raum vor, seine Hereingabe kam glücklich zu Ouedraogo, der den Ball mit der Ferse ins Netz bugsierte. Für die defensiv wieder kompakten "Wölfe" war die Führung die halbe Miete.

    Altach rannte mit viel Einsatz, aber wirkungslos an. Im Angriff mühte sich Sherko Gubari, nachdem mit Hannes Aigner, Joshua Gatt und Brian Mwila drei Stürmer verletzt bzw. angeschlagen fehlten. Grbic saß nach seiner Muskelverletzung zumindest auf der Bank. Gubari versuchte sich in einer Volleyabnahme (12.), traf den Ball aber nicht ordentlich. Der Iraker hatte später auch per Kopf nicht das beste Timing (36.).

    Mehr war von Altach in der Offensive nicht zu sehen. Mit Andreas Lienhart musste gegen Ende der ersten Spielhälfte außerdem der nächste Akteur mit einer Muskelblessur vom Feld. Glück hatten die Vorarlberger, als Torhüter Martin Kobras nach einem Ausflug aus dem Gehäuse einen Fehlpass produziert und Gegenspieler Taxiarchis Fountas niederriss. Schiedsrichter Andreas Heiß beließ es bei einer Gelben Karte.

    Grabherr versuchte das Spiel seiner Mannschaft nach einer Stunde mit der Hereingabe von Grbic anstelle von Gubari zu beleben. Kurz darauf gelang St. Pölten der zweite Treffer. Pak, nach der Pause für Ouedraogo gekommen, stieg nach einem Freistoß hoch und köpfelte kraftvoll ein. Vorangegangen war der Standardsituation ein Fehler von Altachs Kapitän Benedikt Zech, der Pak nur mit einem Foul stoppen konnte.

    Freistoßtreffer und Abwehrschlacht

    Altach hatte erst zu Beginn der Schlussviertelstunde die erste wirkliche Torchance. Louis Ngwat-Mahop tauchte frei vor Christopher Riegler auf, der SKN-Keeper blieb im Duell aber Sieger (76.). Als schon viel auf das zehnte "zu Null" für St. Pölten in dieser Saison hindeutete, brachte ein Grbic-Freistoß noch Spannung in die Partie. Daniel Drescher fälschte den Ball unhaltbar für Riegler ins Tor ab. Die letzten Minuten lieferte St. Pölten eine Abwehrschlacht ab, durfte sich danach aber verdientermaßen freuen. (APA, 8.12.2018)

    Fußball-Bundesliga, 17. Runde:

    SKN St. Pölten – SCR Altach 2:1 (1:0)
    St. Pölten, NV Arena, 2.143, SR Heiß.

    Tore:
    1:0 (6.) Ouedraogo
    2:0 (64.) Pak
    2:1 (89.) Grbic (Freistoß)

    St. Pölten: Riegler – Meisl, Luan, Drescher – Ingolitsch, Mislov, R. Ljubicic, Bajrami (77. Balic) – Fountas (77. Luxbacher), Gartler, Ouedraogo (46. Pak)

    Altach: Kobras – Lienhart (39. S. Nutz), Zech, Luckeneder, Karic – Fischer, Oum Gouet, Müller (74. Ngwat-Mahop) – Gebauer, Gubari (61. Grbic), Dobras

    Gelbe Karten: Ingolitsch, Fountas bzw. Kobras, Fischer, Müller, Dobras

    Stimmen:

    Ranko Popovic (Trainer St. Pölten): "Ich habe eine Partie mit viel Kampf erwartet, und die drei Punkte hat die Mannschaft heute auch erkämpft. Ich wollte ein wenig den Druck von Pak nehmen, weil er in den letzten Spielen das Tor oft knapp nicht gemacht hat. Ouedraogo hat sich den Einsatz durch seine Leistungen im Training verdient. Wichtig ist, dass die Mannschaft von den Wechseln profitiert. Unser Ziel sind die Top Sechs, alles andere wird sich danach zeigen."

    Issiaka Ouedraogo (Torschütze St. Pölten): "Wir haben drei wichtige Punkte gemacht, es war ein verdienter Sieg. Altach hatte fast keine Torchance."

    Werner Grabherr (Trainer Altach): "Am Ende stehen wir wieder mit null Punkten da. Ich habe es diese Woche nicht geschafft, den Druck von der Mannschaft zu nehmen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht und frustriert. Der frühe Treffer hat es dem SKN natürlich erlaubt, noch tiefer zu stehen. Wir haben aber auch oft zu umständlich gespielt. Wir sind diese Saison weit hinter unseren Erwartungen und stehen dadurch natürlich unter Druck. Das hat man der Mannschaft heute angesehen."

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