Google dreht Support für "Ice Cream Sandwich" endgültig ab

    7. Dezember 2018, 15:38
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    Infrastrukturdienst Play Services wird künftig nur mehr für neuere Versionen aktualisiert

    Die schleppende Update-Versorgung in der Android-Welt ist ein regelmäßiger Kritikpunkt an Googles Betriebssystem – und das durchaus zurecht. Gleichzeitig stellt dies aber auch nur die halbe Wahrheit dar: Im Gegensatz zu anderen Betriebssystemen – also vor allem Apples iOS – aktualisiert Google zentrale Anwendungen und sogar so manchen zentralen Infrastrukturdienst über den eigenen App Store. Das bedeutet, dass diese Komponenten auch dann noch Updates erhalten, wenn der Hardwarehersteller seinen Support längst eingestellt hat.

    Aus und vorbei

    Doch auch hier gibt es natürlich früher oder später ein Ablaufdatum, eines davon nennt nun der Android-Hersteller in einem neuen Blogeintrag: Google beendet den Support für Android 4.0 "Ice Cream Sandwich" in seinen Play Services. Neue Versionen dieses Dienstes werden also nur mehr für Android 4.1 (API Level 16) und neuer entwickelt.

    App-Entwickler können natürlich weiterhin auch weiterhin ältere Ausgaben der Play Services adressieren, um solch alte Geräte zu unterstützen, müssen aber damit leben, dass es hier künftig weder neue Funktionen noch Bugfixes gibt. Zudem betont Google, dass schon bald auch neue Versionen des Android Software Development Kits API Level 16 als Minimum verlangen werden.

    Hintergrund

    Die Play Services beherbergen eine Sammlung von Schnittstellen für diverse Google-Services. Dies reicht von Ortungsfunktionen bis zu Schnittstellen für Werbung oder auch Push-Benachrichtigungen. Entsprechend weit verbreitet ist die Nutzung der Play Services unter Android-Apps. Insofern ist davon auszugehen, dass das App-Angebot für die verbliebenen Nutzer von Android 4.0 in den kommenden Monaten deutlich schrumpfen wird.

    Laut den aktuellen Zahlen von Google dürfte dies allerdings weltweit ohnehin nur mehr eine kleine Zahl von Usern betreffen: 0,5 Prozent aller Android-User waren es zuletzt, die Android 4.0 oder älter im Einsatz hatten. Unter den Lesern und Leserinnen von derStandard.at liegt dieser Wert mit 0,1 Prozent sogar noch niedriger. (apo, 7.12.2018)

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