EU will stärker gegen Impfskepsis vorgehen

    7. Dezember 2018, 14:35
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    Es ist absolut unzulässig, dass in der EU Kinder an Masern sterben, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis am Freitag

    Brüssel – Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) hat am Freitag nach dem Rat für Gesundheit erklärt, das Motto der Ratspräsidentschaft – "ein Europa das schützt" – sei gerade im Gesundheitsbereich sehr wichtig. Leider gebe es immer noch viele Impfgegner, dabei wären Impfungen ein wichtiges Instrument, um Krankheiten zu vermeiden. Die Kommission präsentierte entsprechende Empfehlungen.

    So gebe es derzeit "einen beispiellosen Masernausbruch, 2017 erkrankten europaweit etwa 14.000 Personen. Im Zeitraum Oktober 2017 bis September 2018 verstarben mindestens 37 Personen an Masern – Todesfälle, die durch Impfung vermeidbar gewesen wären", so Hartinger-Klein. In Österreich seien heuer bis Ende November bereits 75 Fälle von Masern registriert worden. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 gab es bereits 1.427 registrierte Fälle von Keuchhusten.

    Daher habe sich der Rat angesehen, wie in der Praxis der digitalen Welt die Impfskepsis bekämpft werden könne, sagte die Gesundheitsministerin. "Im Vordergrund stehen Maßnahmen, die das Ziel der Erhöhung der Durchimpfungsraten haben", erklärte Hartinger-Klein. Das Ziel seien 95 Prozent. Zudem soll die Impfversorgung optimiert, elektronische Impfregister ausgebaut und die Forschung stärker gefördert werden, so die Ressortchefin.

    Kampf gegen Desinformation

    EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte, "es ist in unserer Verantwortung, dass alle Kinder Zugang zu lebensrettenden Impfungen haben, egal wo sie leben". "Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Kinder in Gefahr geraten." Daher sei es absolut nicht zulässig, dass Kinder in der EU heute noch an Masern sterben. Eine große Herausforderung sei hier der Kampf gegen Desinformation, betonte der EU-Kommissar. Vertrauen zu zerstören ginge schnell, allerdings "braucht es lange Zeit, um Vertrauen wieder aufzubauen". (APA, 7.12.2018)

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