Serbien: Vučić rudert bei Aussagen zu "Kriegsoption" im Kosovo zurück

    6. Dezember 2018, 13:43
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    Pläne zur Schaffung einer eigenen kosovarischen Armee schlagen in Belgrad hohe Wellen

    Belgrad/Prishtina – Nach der Aussage der serbischen Ministerpräsidentin Ana Brnabić vom Mittwoch, wonach sie hoffe, "dass wir nie unsere Streitkräfte einsetzen müssen, aber im Augenblick liegt diese Option auf dem Tisch", hat Serbiens Präsident Aleksandar Vučić am Donnerstag beschwichtigt. "Ich bin überzeugt, dass wir Frieden haben werden, dass es keinen Krieg geben wird", wurde Vučić von Belgrader Medien zitiert.

    Man werde allerdings kein Pogrom an Serben zulassen, "egal wo sie leben", präzisierte Vučić gegenüber dem TV-Sender Pink. Brnabić hatte sich zu Plänen der kosovarischen Regierung geäußert, die bisherigen Sicherheitskräfte des Landes zu einer Armee auszubauen. In Serbien wird das als Absicht interpretiert, die im Kosovo lebenden Serben aus dem Land zu vertreiben.

    Auch die Nato ist besorgt wegen der Pläne der Regierung im Kosovo. "Dieser Schritt kommt zur Unzeit", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch nach einem Treffen der Nato-Außenminister in Brüssel. (APA, 6.12.2018)

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