Stadt Salzburg: KPÖ Plus tritt bei Gemeinderatswahl an

    5. Dezember 2018, 12:41
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    Linkes Wahlbündnis zeigt sich optimistisch – Turbulenzen bei der Listenerstellung der Stadt-FPÖ gehen unterdessen weiter

    Salzburg – Bei den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in der Stadt Salzburg am 10. März 2019 wird auch das linke Wahlbündnis KPÖ Plus antreten. Angeführt wird die Liste vom ehemaligen Bundessprecher der Jungen Grünen, dem 30-jährigen Kay-Michael Dankl. Als Listenzweite folgt die Lehrerin Sabine Helmberger, auf dem dritten Platz steht der Angestellte Christian Eichinger.

    Erneut kandidiert auch der langjährige KPÖ-Landessprecher Josef Enzendorfer (Platz 5). Im Jahr 2014 verpasste die KPÖ den Einzug in den Gemeinderat der Landeshauptstadt um nur rund 50 Stimmen. Dankl zeigte sich am Mittwoch jedoch überzeugt, dass der Schritt in die Stadtpolitik im März gelingen wird. "Salzburg braucht eine soziale Opposition, damit sich etwas verändert." Inhaltlich will sich die KPÖ Plus auf die Themen leistbares Wohnen, Soziales und einen deutlich verbilligten Öffentlichen Verkehr konzentrieren.

    Auf der anderen Seite des politischen Spektrums gehen die Turbulenzen unterdessen weiter. Der FPÖ-Landesparteivorstand hat am Montag die erst Ende Oktober präsentierte Liste noch einmal verändert. Der schon abgeschriebene freiheitliche Gemeinderat Erwin Enzinger tritt mit Platz vier nun doch an den vorderen Rängen an, dafür finden sich zwei weitere Kandidaten gar nicht mehr auf der aktualisierten Liste.

    Stefan Pfeiler, der junge Obmann der Ortsgruppe Lehen, wurde von Platz vier auf Platz sieben zurückgereiht. "Nicht freiwillig", wie er gegenüber den "Salzburger Nachrichten" sagte. Als Grund sei ihm genannt worden, dass er zu wenig Loyalität beim Parteiausschluss des langjährigen Gemeinderats Karl Michael Blagi gezeigt habe. Dieser hatte sich nach der Präsentation der Oktoberliste über seinen Listenplatz 11 unzufrieden gezeigt, was schließlich zum Bruch mit der Parteispitze führte. Pfeiler hat als Reaktion mittlerweile sämtliche Parteifunktionen zurückgelegt und seine Kandidatur zurückgezogen. (APA, 5.12.2018)

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