Das Gesicht der Mafia in Sizilien

    4. Dezember 2018, 15:42
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    Eine der vier großen italienischen Mafia-Organisationen

    Palermo – Die Cosa Nostra ist in Sizilien beheimatet und besteht aus wenigen Familien. Sizilien gilt allgemein als Ursprungsregion der italienischen Mafia, die neben der Cosa Nostra drei weitere große Organisationen kennt: die 'Ndrangheta in Kalabrien, die Camorra in Neapel und Kampanien sowie die Sacra Corona Unita in Apulien.

    Die Cosa Nostra entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Zahl ihrer Mitglieder wird derzeit auf rund 5.000 geschätzt. Die Erpressung von Schutzgeldern ist nach wie vor eine ihrer Haupteinnahmequellen, doch setzen sich immer mehr Unternehmer gegen die kriminelle Organisation zur Wehr.

    Weltweites Netzwerk

    Die sizilianische Mafia operiert weltweit und steht in Verbindungen zu zahlreichen weiteren kriminellen Gruppierungen. So heißt auch der US-Ableger Cosa Nostra. Wörtlich übersetzt als "unsere Sache" klingt in dem Namen auch "Costa Nostra" (unsere Küste) mit – so nennen die Chefs der neapolitanischen Camorra nach Angaben des Mafia-Experten Roberto Saviano ihr Einflussgebiet an der spanischen Costa del Sol.

    Vor einem Jahr verlor die sizilianische Mafia ihren Chef Toto Riina. Der einstige "Boss der Bosse" auf Sizilien starb im November 2017 im Häftlingstrakt eines Krankenhauses in Parma an einem Krebsleiden.

    Raubtier

    Der wegen seiner Grausamkeit auch unter dem Namen "la belva" (Raubtier) bekannte Riina soll mehr als 150 Morde in Auftrag gegeben haben und beherrschte die sizilianische Cosa Nostra fast 20 Jahre lang.

    Im Jahr zuvor war bereits der Pate Bernardo Provenzano in Haft gestorben. Im März verhaftete die Polizei dann mehrere Verdächtige aus dem Umfeld des 1993 untergetauchten Matteo Messina Denaro, der zwischenzeitlich als Cosa-Nostra-Anführer galt. (APA, 4.12.2018)

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