Goldschatz aus dem 11. Jahrhundert in Israel entdeckt

    3. Dezember 2018, 17:35
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    24 Goldmünzen und ein Ohrring dürften aus der Zeit der Eroberung Caesareas durch die Kreuzfahrer stammen

    Tel Aviv – Israelische Archäologen haben ein Bronzegefäß mit einem mutmaßlich rund 900 Jahre alten Goldohrring sowie Goldmünzen in der antiken Küstenstadt Caesarea Maritima gefunden. Es handle sich um einen "seltenen und wichtigen Schatz", teilte die israelische Altertumsbehörde mit.

    foto: afp/jack guez
    Der Ohrring und 24 Goldmünzen wurden in einem verfallenen Brunnen entdeckt.

    Die Münzen datierten auf das Ende des 11. Jahrhunderts. Dadurch sei es möglich, eine Verbindung zwischen dem Fund und der Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer im Jahr 1101 zu ziehen.

    "Jemand hat sein Vermögen versteckt, in der Hoffnung es wiederzufinden, kam aber niemals zurück", hieß es in der Mitteilung. Der Schatz habe sich zwischen zwei Steinen in einem Brunnen befunden. "Das Versteck ist ein stilles Zeugnis von einem der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte Caesareas – der gewaltsamen Eroberung der Stadt durch die Kreuzfahrer."

    foto: afp/jack guez
    Die Münzen wurden im 11. Jahrhundert geprägt.

    Wichtiger Seehafen

    Sechs der gefundenen 24 Münzen seien sehr seltene kaiserlich-byzantinische Goldmünzen. Fünf davon seien mit einer Einbuchtung versehen und gehörten zu der Herrschaft des byzantinischen Kaisers Michael VII. Dukas (1071-1079). "Diese Münzen wurden nicht lokal verwendet, und sie verweisen auf Kontakte, mögliche Geschäftsbeziehungen zwischen Caesarea und Konstantinopel zu dieser Zeit", sagte Robert Kool, Münzenexperte der Altertumsbehörde.

    foto: afp/jack guez
    Einige der Goldmünzen stammen aus dem Byzantinischen Reich.

    Caesarea ist eine der wichtigsten historischen Stätten Israels. Sie liegt zwischen Tel Aviv und Haifa. Der römische König Herodes, der die damalige römische Provinz Judäa regierte, errichtete dort einen der größten Seehäfen des römischen Reichs. Die Metropole Caesarea – benannt zu Ehren der römischen Kaiser – war einst ein international bedeutendes Handelszentrum. Im Jahr 1101 eroberten Kreuzfahrer die Stadt, massakrierten die Bevölkerung und machten sie zum Sitz eines Erzbistums. (APA, red, 3.12.2018)

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