Dritter Europacup-Bewerb kommt 2021

    2. Dezember 2018, 20:34
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    32 Teilnehmer, 141 zusätzliche Matches, Knock-out vor dem Achtelfinale: Gruppenzweite der EL 2 gegen Gruppendritte der Europa League

    Dublin – Die Uefa führt ab der Saison 2021/22 einen neuen Europacup-Bewerb ein. Neben Champions League und Europa League wird es dann einen dritten Wettbewerb geben, der vorerst Europa League 2 heißt. Das beschloss das Uefa-Exekutivkomitee am Sonntagabend.

    "Es gab im Exekutivkomitee eine überwältigende Mehrheit für die Einführung des neuen Wettbewerbs", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel der Deutschen Presse-Agentur. Wie seine Kollegen aus England, Italien und Spanien verstehe er die Entscheidung auch als Solidarität der großen Verbände mit den kleineren, die nun leichter Zugang zu einem Europacup bekommen.

    96 Teams in drei Europacup-Bewerben

    An allen drei Uefa-Wettbewerben werden in den Gruppenphasen je 32 Teams teilnehmen. Die Europa League wird also um 16 Teams reduziert. Die Zahl aller Vereine in den Europacup-Bewerben erhöht sich damit von 80 auf 96 Teams. Nach der Gruppenphase der EL 2 spielen die Gruppenersten und -zweiten mit den Gruppendritten der Europa League eine K.-o.-Runde, die Sieger setzen den neuen Bewerb im Achtelfinale fort.

    "Es wird mehr Spiele für mehr Vereine geben, wobei in den Gruppenphasen mehr Verbände vertreten sind. Dieser Wettbewerb wurde aus dem laufenden Dialog mit den Klubs über die European Club Association geboren", sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin. Der Slowene, der im Februar 2019 ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl antreten wird, sichert sich damit auch seine Machtbasis im Verband.

    Andrea Agnelli, Chef der europäischen Vereinigung der Topklubs (ECA), begrüßte die Entscheidung. Der Beschluss stelle die faire Entwicklung der Klubbewerbe sicher und sichere dem Fußball die Rolle als Sportart Nummer eins in der Welt. Die ECA dürfte sich auch darüber freuen, dass den Teams, die künftig in der Europa League starten werden, ab 2021 auch mehr Preisgeld winkt.

    Spieltag Donnerstag

    Gespielt wird im neuen Bewerb in der Gruppenphase wie in der Europa League am Donnerstag. Das Finale soll jeweils zum Saisonende in einer Woche mit den Endspielen der Champions League und der Europa League stattfinden. Der Sieger der EL 2 bekommt das Startrecht für die Europa League in der folgenden Saison, so wie der Sieger der Europa League in die Champions League aufsteigt.

    Bis 1999 wurde der Europacup der Cupsieger als weiterer Bewerb neben der Champions League und dem damaligen Uefa-Cup veranstaltet, dann aber ersatzlos gestrichen. (APA, 2.12.2018)

    Die Fakten:

    Teilnehmer

    Wie in der Champions League und der (dann ebenfalls reformierten) Europa League werden 32 Teams in dem neuen Wettbewerb antreten. Jeweils einer davon kommt aus den Top-5-Ligen Europas.. Die weiteren Teams stellen vor allem die kleineren Ligen unter den 55 UEFA-Mitgliedsverbänden

    Modus

    Auf die Gruppenphase mit acht Vierergruppen folgen eine Zwischenrunde, das Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel. In der Zwischenrunde werden die Gruppenzweiten gegen die drittplatzierten Teams der Europa-League-Gruppenphase K.o.-Spiele austragen. Die Gruppensieger sind direkt für das Achtelfinale qualifiziert.

    Spielzeiten

    Gespielt wird am Donnerstag mit einer zusätzlichen Anstoßzeit um 16.30 Uhr für eine "begrenzte, noch festzulegende Anzahl der Spiele" in der Europa League und dem neuen Wettbewerb. Der neue Wettbewerb umfasst 141 Partien über 15 Spielwochen. Alle drei Endspiele der Europacupbewerbe finden ab 2022 in derselben Woche statt: Mittwoch (neuer Wettbewerb), Donnerstag (Europa League) und Samstag (Champions League).


    • Zu viel Europacup kann es gar nicht geben, findet Uefa-Boss Aleksander Ceferin.
      foto: apa/afp/thys

      Zu viel Europacup kann es gar nicht geben, findet Uefa-Boss Aleksander Ceferin.

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