Kickl hatte kein Problem mit Drasenhofen-Quartier

    1. Dezember 2018, 15:20
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    "Profil" berichtet, dass die Verlegung der Jugendlichen in das Asylquartier forciert wurde

    Wien – Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) will sich zwar in innerniederösterreichische Angelegenheiten nicht einmischen, er selbst hatte mit dem umstrittenen Asylquartier für jugendliche Flüchtlinge in Drasenhofen aber sichtlich kein Problem. "Einen Wachdienst und einen Zaun – das alles gibt es auch in Traiskirchen. Wenn man aufs Land rausfährt, hat fast jede Liegenschaft einen Zaun", meint er gegenüber "Österreich".

    Die Unterkunft in Drasenhofen war ja auf Verlangen von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) zumindest vorübergehend geschlossen worden, unter anderem weil es einen Stacheldraht um das Gelände gab.

    In der Causa BVT wiederum missfällt Kickl offenkundig, dass VP-Fraktionschef Werner Amon die Suspendierung von BMI-Generalsekretär Peter Goldgruber angeregt hat, weil dieser als Verdächtiger geführt wird. "Ich brauche keine Zurufe", meint der Minister dazu und wirft Amon persönliche Befangenheit vor, weil dieser ein gutes Verhältnis zu einem der Hauptverdächtigen habe. Zur Suspendierung an sich äußert sich der Minister distanziert. Es gebe für solche Fälle ein standardisiertes Prüfverfahren: "Da schauen wir, was herauskommt."

    Verlegung forciert

    "Profil" berichtete am Samstag in seiner Online-Ausgabe über eine "detailliert geplante Geheimaktion" und veröffentlichte Details aus E-Mails einer Landesbeamtin. "Bei der Diakonie Mödling weiß niemand, worum es geht, da diese die Überstellung sonst verhindern würde", soll die zuständige Landesbeamtin an jenen Mann, der für die Abholung der Jugendlichen zuständig ist, geschrieben haben. Und: "Es ist wichtig, dass die Zuweisungen (Überstellungen, Anm.) alle durchgeführt werden, damit der Herr Landesrat bei seinem Besuch ab 16:00 sieht, dass die Einrichtung bereits besetzt wurde/wird." (APA, red, 1.12.2018)

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