US-Diözese will wegen Entschädigungszahlungen Insolvenz beantragen

    1. Dezember 2018, 12:59
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    Erzbischof von Santa Fe: Insolvenzantrag und Restrukturierung sollen sicherstellen, dass Opfer weiterhin Geld bekommen

    Washington/Santa Fe – Die Erzdiözese Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico will laut Kathpress wegen zahlreicher Forderungen von Missbrauchsopfern Insolvenz anmelden. Hintergrund seien die stark gestiegenen Kosten für Entschädigungszahlungen, teilte Erzbischof John Wester am Donnerstag (Ortszeit) mit. Er habe über diesen Schritt schon seit Jahren nachgedacht.

    Mit dem Insolvenzantrag und einer damit verbundenen Restrukturierung der Finanzen wolle er sicherstellen, dass Opfer weiterhin Geld bekommen könnten. Aktuell gebe es rund drei Dutzend entsprechende Forderungen. Bisher haben laut Medienberichten etwa 20 katholische Organisationen in den USA wegen der Ansprüche von Missbrauchsopfern Insolvenzschutz ("Chapter 11") beantragt.

    Hausdurchsuchungen

    Am Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft die Büros der Erzdiözese Santa Fe durchsucht. Dabei sollten laut örtlichen Medienberichten Unterlagen zu mindestens zwei beschuldigten Priestern sichergestellt werden.

    Wie die "New York Times" berichtet, soll die Erzdiözese Missbrauchsvorwürfen nicht konsequent nachgegangen sein. Stattdessen seien mutmaßliche Opfer bedrängt worden, sich nicht an die Behörden zu wenden. Dazu habe auch die Drohung gehört, Entschädigungszahlungen andernfalls einzustellen, (APA, 1.12.2018)

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