Industrieunternehmen aus Deutschland massiv Ziel von Spionage und Datenklau

    30. November 2018, 11:54
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    Pharmakonzerne und Autohersteller am häufigsten von Sabotage betroffen

    Berlin – Sieben von zehn deutschen Industrieunternehmen (68 Prozent) sind nach Angaben des Digitalverbands Bitcom 2016 und 2017 Opfer von Sabotage, Datendiebstahl oder Wirtschaftsspionage geworden. Am stärksten betroffen sei die Chemie- und Pharmabranche, teilte der Verband nach einer repräsentativen Umfrage unter 503 Industrieunternehmen am Freitag mit.

    Am zweithäufigsten seien Unternehmen aus dem Automobilbau Ziel von Attacken gewesen, die von Hackerangriffen bis Aktendiebstahl reichten. "Deutsche Industrieunternehmen verfügen über einmaliges Spezialwissen. Das macht sie erfolgreich und gleichzeitig attraktiv für Angriffe", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Insgesamt sei der Industrie durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage in den beiden Jahren ein Gesamtschaden von 43,4 Milliarden Euro entstanden.

    Chemie- und Pharma am häufigsten im Visier

    Der Umfrage zufolge wurden in den vergangenen zwei Jahren drei von vier Chemie- und Pharmaunternehmen (74 Prozent) Opfer solcher Angriffe, weitere 22 Prozent waren vermutlich betroffen. Mit 68 Prozent folgt die Automobilbranche. Im Maschinen- und Anlagenbau sahen sich 67 Prozent in den Jahren 2016 und 2017 solchen Angriffen ausgesetzt, bei den Herstellern von Kommunikations- und Elektrotechnik waren es 63 Prozent.

    Mehr als ein Drittel der Attacken (36 Prozent) werde aus dem Inland vorgetragen. Ein Viertel der Industrieunternehmen (24 Prozent) habe Russland als Ursprung für Angriffe angegeben. Fast jedes fünfte betroffene Unternehmen (18 Prozent) habe China als Ausgangsort genannt, 17 Prozent Japan, ebenfalls 17 Prozent Osteuropa ohne Russland und 15 Prozent die USA. (30.11.2018, Reuters)

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