Backsteingebäude am Donaukanal könnte Hotel werden

    30. November 2018, 09:58
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    Vor kurzem wurde das Objekt im zweiten Bezirk in Wien verkauft, nun wird an der künftigen Nutzung getüftelt

    Backsteingebäude sind in Wien rar. Ein besonders markantes Haus mit historischer Backsteinfassade steht weithin sichtbar an der Oberen Donaustraße 19 im zweiten Wiener Gemeindebezirk, direkt am Donaukanal. Es ist denkmalgeschützt und wurde zuletzt unter dem Namen "faBricks" großteils von der S-Versicherung als Bürogebäude genutzt. Seit September steht es leer.

    Vor wenigen Wochen wechselte das 9500 Quadratmeter umfassende Gebäude den Besitzer: Es wurde von der Erste Immobilien Kapitalanlagegesellschaft an die oberösterreichische Privatinvestorengruppe von Wilfried Wetzl und Siegfried Stieglitz verkauft. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Zur Orientierung: Die Erste Immobilien Kapitalanlagegesellschaft hat anno 2008 knapp 19 Millionen Euro dafür hingeblättert.

    Plan B: Wohnungen

    Wie es nun mit dem Landmark-Gebäude weitergeht? "Wir prüfen gerade die Möglichkeit der Errichtung eines Hotels", so Investor Wetzl zum Standard . Mehrere Architekten seien damit beauftragt worden, ein Konzept zu erstellen. Auch Hotelbetreiber hätten bereits Interesse bekundet. "Aber das ist aufgrund der Schnitte des Gebäudes nicht ganz leicht", so Wetzl.

    Plan B wäre – und das kommt für Marktkenner angesichts der starken Nachfrage am Wohnungsmarkt nicht gerade überraschend – die Errichtung von sicherlich hochpreisigen Wohnungen.

    Zeitlichen Druck habe man derzeit aber keinen, so Wetzl. Die Entscheidung, ob ein Hotel oder Wohnungen realisiert werden, sollte dennoch "so bald wie möglich" fallen: "Ich denke, in den nächsten acht bis zehn Wochen werden wir es wissen."

    Pittarello-Areal erworben

    Das markante Gebäude wurde in den 1860er-Jahren als Verwaltungsgebäude eines Militär-Verpflegungsetablissements errichtet. Es war das Nachfolgebauwerk der kurz zuvor abgebrochenen Leopoldstädter Kaserne.

    Die Investoren Wetzl und Stieglitz haben bereits im ersten Halbjahr 2018 ihr Portfolio erweitert: Damals kauften sie der Semper Constantia das Pittarello-Areal bei der Shopping City Süd ab. (zof, 30.11.2018)

    • Seit September steht das Gebäude im zweiten Bezirk leer.
      foto: ehl

      Seit September steht das Gebäude im zweiten Bezirk leer.

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