Globale Bebensignale geben Forschern Rätsel auf

    Ansichtssache2. Dezember 2018, 23:08
    35 Postings

    Außerdem: Doch kein flüssiges Wasser auf dem Mars, Spinnenmilch für den Nachwuchs und baldige Rückkehr zum Mond

    Bild 1 von 17
    foto: nasa/jsc

    Globale Erdbebenmessungen geben Rätsel auf

    Am 11. November erschütterte ein ungewöhnliches seismisches Ereignis unseren Planeten. Das Signal wurde von Erdbebensensoren rund um den Globus aufgezeichnet – doch was dahinter stecken könnte, stellt Wissenschafter vor ein Rätsel. Während die eigentliche Ursache im Dunkeln liegt, konnte zumindest der Ursprungsort des Phänomens ausfindig gemacht werden: Geophysiker entdeckten einen Zusammenhang mit einer Serie von seismischen Aktivitäten, die vor einigen Monaten in der Region um die Inselgruppe Mayotte (im Bild) im westlichen Indischen Ozean auftraten. "Etwas derartiges habe ich bisher noch nie gesehen", erklärt der Erdbebenexperte Göran Ekström von der Columbia University in New York City gegenüber "National Geographic."

    Das schwerste Beben aus dieser Serie erschütterte am 15. Mai die Meeresgegend rund um die Straße von Mosambik zwischen dem afrikanischen Festland und Madagaskar mit einer Stärke von 5,8 – es war das stärkste Erdbeben, das jemals im Komorenbecken gemessen wurde. Bisherige Analysen der seltsamen seismischen Vorgänge lassen darauf schließen, dass weder der Bebenschwarm im Mai, noch das globale niederfrequente Beben vom 11. November allein durch Plattenbewegungen hervorgerufen worden sind. Die Wissenschafter schließen daher auch vulkanische Aktivität als Ursache nicht aus, denn derartige Schwarmbeben treten häufig im Umfeld aufsteigender Magma auf. Allein: Die Vulkane der Region um die Straße von Mosambik haben sich seit über 4.000 Jahren nicht mehr bemerkbar gemacht. Vielleicht, so die Forscher, entwickelt sich vor der Küste gerade ein neues magmatisches Zentrum tief unter dem Meeresboden.

    weiter ›
    Share if you care.