Schul-WLAN bis Online-Amtswege: Wien treibt Digitalisierung voran

    28. November 2018, 16:06
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    Service-Plattform "mein.wien" im Testbetrieb – Ermöglicht Parkpickerlkauf, Schanigartengenehmigung und individuelle Grätzlinfos

    Wien – Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat unlängst das Ziel ausgerufen, Wien zur "Digitalisierungshauptstadt" machen zu wollen. Gelingen soll das mit einer Vielzahl von Neuerungen und Projekten. Einige davon stellte der Stadtchef am Mittwoch mit dem zuständigen Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) vor, sie reichen von WLAN für alle Pflichtschulen über Online-Amtswege bis zur "Grätzlmap".

    WLAN für Pflichtschulen, Website für Behördenwege

    "Natürlich ist da noch Luft nach oben, aber wir fangen bei weitem nicht bei Null an", sagt Hanke. Angehen will die Stadt den Ausbau in mehreren Bereichen – darunter auch Bildung. So sollen in drei Jahren die Klassen aller Wiener Pflichtschulen mit WLAN ausgestattet sein. Gestartet werde mit den Neubauten, dann würden Schulen, die gerade saniert werden, und Berufs- sowie Mittelschulen folgen, skizzierte Ludwig.

    In Vorbereitung ist zudem eine neue Website, die diverse digitale Anwendungen unter www.mein.wien bündeln wird. Per Login werden diverse Behördenwege online zu erledigen sein. So soll man etwa recht unkompliziert das Parkpickerl bestellen können werden. Gastwirte wiederum sollen mit ein paar Klicks ihren Schanigarten beantragen oder die Genehmigung verlängern können. Auch Baueinreichungen soll man künftig von zu Hause aus erledigen können. Für die Digitalisierung des Pass- und Meldewesens brauche es allerdings entsprechende Gesetzesänderungen des Bundes, betonte Hanke.

    Die Website läuft derzeit im Probebetrieb ("Beta-Version"). Interessierte können schon jetzt Testuser werden, bevor das Service dann in rund einem halben Jahr in den Vollbetrieb wechselt. Über "mein.wien" hat man auch Zugriff auf die neue "Grätzlmap". Diese Funktion ermöglicht es für Nutzer, Neuigkeiten zu einem selbst festgelegten Standort zu erfahren.

    Senioren testen Nachbarschaftsnetzwerk

    Die Stadt plant außerdem einen Testbetrieb mit 80 Senioren, die 18 Monate lang mit Tablets und Smart Watch ausgestattet werden und ihre Erfahrungen schildern sollen, ob dadurch ihr Leben leichter und selbstbestimmter geworden ist. Kernstück des Vorhabens ist eine Art Nachbarschaftsnetzwerk, um gemeinsame Aktivitäten planen zu können oder Neuigkeiten zu erfahren. (APA, 28.11.2018)

    • Nicht nur in Ballettschulen, wie in dieser in Russland, sondern auf allen Pflichtschulen in Wien soll es künftig WLAN geben.
      foto: apa/afp/mladen antonov

      Nicht nur in Ballettschulen, wie in dieser in Russland, sondern auf allen Pflichtschulen in Wien soll es künftig WLAN geben.

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