Eilends in den Advent: Bischof Krautwaschl bei "Guten Morgen Österreich"

26. November 2018, 16:58
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Das Wichtigste, das er über die Jahre gelernt habe, sei: "Dort, wo du bist, da bist. Punkt. Und ned an des denken, wos wor, oder an des denken, was kommen wird. Weil des macht Stress."

Auch der Tag eines Bischofs habe nur 24 Stunden, sagte Oliver Zeisberger am Montag in Guten Morgen Österreich auf ORF 2. Zwei Minuten und 49 Sekunden davon war der steirische Bischof Wilhelm Krautwaschl im mobilen Studio in Kalsdorf bei Graz. Wobei er weniger in Eile schien als der Moderator.

Die erste Frage beantwortete Zeisberger gleich selbst. Ob Krautwaschl in der Adventzeit, die eigentlich eine stille Zeit sein sollte, auch sehr viel zu tun habe? "Ja!", rief Zeisberger. Der Bischof wiederholte höflich: "Ja." Und ergänzte: Das Wichtigste, das er über die Jahre gelernt habe, sei: "Dort, wo du bist, da bist. Punkt. Und ned an des denken, wos wor, oder an des denken, was kommen wird. Weil des macht Stress."

Fraglich, ob das beim gestressten Moderator ankam. Drei Fragen hatte der noch: Wie bringt man jungen Leuten, die nur vor dem Bildschirm hängen, Advent- und Weihnachtszeit näher? Der Bischof: "Konzentrierts euch auf das, was jetzt ist. Ob das jetzt die Schule ist oder die Arbeit." Auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen bringe ja nichts, stimmte Zeisberger zu. Interessanter Vergleich für einen Bischof. Nächste Frage. Welche Rituale habe der Bischof in der Adventzeit? Er schaue, dass er ein paar Tage wegkomme, nach der Sendung gehe es gleich zu den Exerzitien: "Da is nix."

Dann wurde atemlos noch ein komplexeres Thema angerissen: Zeisberger fragte nach dem oberösterreichischen Bischof, der vom Papst die Zulassung von "bewährten verheirateten Männern" zu Weiheämtern forderte. Als Krautwaschl von "Reformprozessen" zu reden begann, kam ihm die Signation ins Wort gedüdelt. Zeisberger sagte den nächsten Gast an: einen Comedyzauberer. (Colette M. Schmidt, 26.11.2018)

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