Kühltechnikfirma AHT geht um 881 Millionen Euro an japanischen Konzern

    26. November 2018, 12:16
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    Rottenmanner Kühlsystemehersteller auf Weg zu weiterer Internationalisierung

    Rottenmann – Die steirische AHT Cooling ist von Bridgepoint an Daikin Europe, einer Tochtergesellschaft der japanischen Daikin Industries, verkauft worden. Das Transaktionsvolumen beträgt laut einer Aussendung von Daikin 881 Mio. Euro. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rottenmann ist mit seinen steckerfertigen Kühl- und Tiefkühlsystemen für den Lebensmitteleinzelhandel in über 100 Ländern präsent.

    Die AHT Cooling war erst 2013 von Bridgepoint um 585 Mio. Euro übernommen worden und war davor bis 2003 als Austria Haustechnik an der Wiener Börse. Bisher hat die AHT eigenen Angaben zufolge einen Bestand von mehr als einer Million installierten Geräten. Neben dem Vertrieb der Produkte umfasst das Leistungsspektrum des Unternehmens die Erbringung umfassender Planungs-, Installations- und Wartungsdienstleistungen. Die vier Produktionsstätten des Unternehmens befinden sich in der Steiermark, China, Brasilien und den USA.

    Fast halbe Milliarde Umsatz

    AHT erwirtschaftete laut eigenen Angaben 2017 einen Nettoumsatz von 481 Mio. Euro, hat rund 1.600 Mitarbeiter und erzielte in den vergangenen zehn Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von zwölf Prozent pro Jahr. Michael Davy, Partner bei Bridgepoint und Aufsichtsratsvorsitzender von AHT, sagte: "AHT hat sich in den letzten Jahren von einem weitgehend europäisch ausgerichteten Unternehmen zu einem weltweit führenden Anbieter in seinem Segment entwickelt.

    Das Unternehmen hat entscheidend zur industrieweiten Umstellung von Geräten mit externem Kühlkompressor hin zu steckerfertigen Systemen beigetragen. Letztere sind im Vergleich zu traditionellen Systemen für Kunden einfacher zu installieren und kostengünstiger sowie umweltfreundlicher im Betrieb."

    Ausbau der Produktion

    Unter Bridgepoint flossen in den vergangenen drei Jahren über 70 Mio. Euro in die Entwicklung neuer Produkte, den Ausbau der Produktion in Österreich sowie in den Aufbau der neuen Produktionsstätten in Brasilien und den USA. Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten in China konnte AHT zudem seine Herstellungskosten senken und gleichzeitig seinen Marktanteil in Europa weiter ausbauen.

    Frank Elsen, Geschäftsführer von AHT, meinte: "Daikin unterstützt unsere Innovationsstrategie und die geplante weitere Internationalisierung, insbesondere in den Schwellenländern, durch die wir die Technologie und den After-Sales-Service von AHT weiteren neuen Kundengruppen in unseren Zielmärkten in Asien und Lateinamerika anbieten können." Masatsugu Minaka, Präsident von Daikin Europe, sagte: "Mit dieser Transaktion erweitert Daikin sein umfassendes Sortiment an eigenen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich Klimatisierung sowie Kühleinrichtungen. Dies ermöglicht Daikin, das komplette Angebot aus Klimatisierung und Kühlsystemen künftig aus einer Hand anzubieten." (APA, 26.11.2018)

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