Kneissl will "fairen Prozess" für in Türkei inhaftierten Max Zirngast

    26. November 2018, 11:37
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    Der österreichische Journalist sitzt seit September in Haft. "Solange etwas in Gerichtshänden ist, können Sie sich politisch nicht einmischen", sagte die Außenministerin.

    Ankara/Brüssel – Im Fall des in der Türkei inhaftierten österreichischen Journalisten, Studenten und Autors, Max Zirngast, sieht Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) derzeit keine politische Einflussmöglichkeit. "Solange etwas in Gerichtshänden ist, egal wo auf der Welt, können Sie sich politisch nicht einmischen", sagte Kneissl am Montag in Brüssel.

    "Was gefordert wird, ist ein möglichst rascher Prozessbeginn und ein fairer Prozess", sagte Kneissl. Die Außenministerin verwies darauf, dass es Ende September in der Angelegenheit ein Gespräch zwischen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gab, an dem auch die Außenminister beider Länder teilnahmen. Vergangene Woche sei auch der Generalsekretär des Außenamts, Johannes Peterlik, in der Türkei gewesen. Dort seien alle Konsularfälle besprochen worden.

    Kneissl hielt sich am Montag zu einem EU-Entwicklungsministerrat in Brüssel auf. Die Minister treffen die diesjährigen Friedensnobelpreisträger Nadia Murad und Denis Mukwege. Die beiden Ausgezeichneten sind Vorkämpfer gegen sexuelle Gewalt in Konfliktregionen. Murad ist eine yezidische Aktivistin im Irak, Mukwege ein kongolesischer Gynäkologe. Kneissl begrüßte insbesondere die Auszeichnung für Murad, die sie bereits im Mai in Wien getroffen habe. "Sie ist ein Symbol für viele andere Frauen und Männer, die ähnliche Grausamkeiten erleiden." (APA, 26.11.2018)

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