Kroatien zum zweiten Mal Davis-Cup-Sieger

    25. November 2018, 15:36
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    Marin Cilic stellte im Finale gegen Frankreich die uneinholbare 3:1-Führung her

    Lille – Marin Cilic hat am Sonntag im Davis-Cup-Finale Frankreich gegen Kroatien schon im ersten Einzel den Sack zugemacht: Der Weltranglisten-Siebente setzte sich gegen Lucas Pouille, der anstelle von Jeremy Chardy aufgeboten wurde, nach 2:19 Stunden mit 7:6 (3), 6:3, 6:3 durch, Kroatien führte damit uneinholbar 3:1.

    Die Gäste hatten nach dem ersten Tag mit einer 2:0-Führung den Grundstein zum Sieg gelegt. Es ist der zweite Davis-Cup-Titel für Kroatien nach 2005 im insgesamt dritten Endspiel.

    Die Begegnung im Fußballstadion des OSC Lille war das letzte Davis-Cup-Finale im alten Modus, der Weltverband ITF steht trotz aller Kritik zu seinen radikalen Reformplänen. Anstelle von vier über das Kalenderjahr verteilten Runden mit Heim- und Auswärtsspielen in der Weltgruppe wird es Ende November 2019 in Madrid erstmals ein Finalturnier für 18 Mannschaften geben. Der Termin und der Modus haben in den vergangenen Monaten für viele Diskussionen gesorgt. Etliche Topspieler haben ihre Teilnahme an dem neuen Event bereits ausgeschlossen.

    Cilic, der US-Open-Sieger von 2014, gehört nicht dazu. "Das wird ein großer Umbruch, ein wichtiges Kapitel meines Lebens endet hier", sagte er, bekräftigte aber auch: "Es ist geplant, dass wir unseren Titel beim Finalturnier verteidigen. Ich hoffe, dass ich dort spielen kann."

    Als Cilic seinen dritten Matchball verwandelte, gab er den Startschuss für eine große Party in Lille. Er hatte bereits am Freitag das Einzel gegen Jo-Wilfried Tsonga gewonnen, zudem siegte Borna Coric gegen Jeremy Chardy.

    Nach dem 6:4, 6:4, 3:6, 7:6 (7:3) von Nicolas Mahut und Pierre-Hugues Herbert gegen Ivan Dodig und Mate Pavic im Doppel am Samstag hatten die Franzosen kurzzeitig auf die Wende gehofft, doch Cilic behielt im Duell mit dem sechs Jahre jüngeren Pouille in den entscheidenden Momenten die Nerven.

    Frankreichs Kapitän Yannick Noah musste bei der Jagd nach dem elften Titel auf seine Spitzenspieler Richard Gasquet und Gael Monfils verzichten. Nach seiner Niederlage im Einzel am Freitag klagte zudem Tsonga über Leistenprobleme. Für das Match gegen Cilic war zunächst Chardy vorgesehen, auch Tsonga und Herbert hatten sich am Sonntagmorgen noch eingespielt. Doch Noah gab nach längerem Zögern Pouille den Vorzug. Der 24-Jährige konnte jedoch nur im ersten Durchgang mit Cilic mithalten. (sid, APA, 25.11.2018)

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