KI entscheidet nun auch darüber, ob ein Babysitter ungefährlich ist

    25. November 2018, 09:37
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    System untersucht sämtliche Social-Media-Auftritte – Datenschützer warnen

    US-Eltern, die bei ihren Babysittern auf Nummer sicher gehen wollen, können nun die Plattform Predictim nutzen, um eine detaillierte Einsicht zu den Bewerbern zu haben. Eine KI untersucht sämtliche Social-Media-Auftritte eines potentiellen Babysitters und stuft den Menschen dann dementsprechend ein. Der Dienst kostet einmalig 25 Dollar und setzt voraus, dass der oder die Bewerberin das Einverständnis für das Social-Media-Screening gibt.

    foto: predictim

    Menschlicher Kontext?

    Wie die Washington Post berichtet, soll die KI allerdings nicht ganz fehlerlos arbeiten. Eine Bewerberin wurde etwas als gefährlich eingestuft, weil sie Songtexte und Filmzitate gepostet hatte. Auch Datenschützer sehen den Dienst kritisch. Die Electronic Frontier Foundation verweist etwa darauf, dass ein Computer Probleme hat "menschlichen Kontext" miteinzubeziehen. Selbst Facebook hätte hier Probleme.

    Eltern begeistert

    Eine 24-Jährige, die ein Screening bei zwei Eltern bereits akzeptierte, erhielt von der KI etwa nicht ganz perfekte Noten. Sie soll in der Vergangenheit Mobbing betrieben und respektlos gewesen sein. "Ich würde schon gerne wissen, wieso diese Maschine so über mich denkt", sagt die Frau. Trotz der Bedenken und der mangelnden Einsicht, haben bereits einige Eltern angefangen, den Dienst zu nutzen. "100 Prozent der Eltern werden diesen Service nutzen. Wir alle wollen einfach den perfekten Babysitter", betont etwa eine Mutter, die Predictim verwendet. (red, 25.11.2018)

    • Predictim nutzt eine KI, die Babysitter analysiert.
      foto: predictim

      Predictim nutzt eine KI, die Babysitter analysiert.

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