1.000 Kilometer von Wien: Ferngespräche mit Wildfremden

    Ansichtssache22. November 2018, 14:23
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    Reiseredakteur Sascha Aumüller rief Wildfremde in Orten an, die exakt 1.000 Kilometer Luftlinie von Wien entfernt liegen, und fragte, was man bei ihnen so machen kann

    Zufallsbekanntschaften gehören zu den schönsten Erfahrungen auf Reisen. Für die 1.000. Ausgabe des RONDO ist Reiseredakteur Sascha Aumüller in der Redaktionsstube geblieben und hat sich eine Europa-Karte besorgt. Er suchte zehn Orte, die exakt 1.000 Kilometer Luftlinie von Wien entfernt liegen. Dort rief er Wildfremde an und ließ sich erzählen, was es bei ihnen zu erleben gibt. Das hier sind die ersten fünf.

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    foto: istock

    Tulcea in Rumänien

    Schon die erste Zufallsbekanntschaft in 1.000 Kilometer Entfernung ist für eine Überraschung gut: Ich wähle die rumänische Nummer eines Bootstourenanbieters im Donaudelta, und wer hebt ab? Ein Deutscher. Joachim Meyer ist dran und erzählt munter von seinem Leben: "Vor 15 Jahren habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt und bin von Stuttgart ins Donaudelta ausgewandert. Warum mich die Gegend so fasziniert? Ich bin Ornithologe."

    Da hat sich der 60-Jährige, der nun in der Nähe von Tulcea lebt, einiges vorgenommen für die Frühpension: 325 Vogelarten wurden bis dato im Delta gezählt, vermutlich gibt es weitere zu entdecken. Meyer meint: "Was man anderswo in Europa als bedrohte Art kennt, findet man im Mündungsgebiet der Donau im Überfluss. Das Gebiet ist immerhin eineinhalb Mal so groß wie das Burgenland, und 70 Prozent davon bleiben sich selbst überlassen." Genau deshalb organisiert Meyer seit einiger Zeit Bootstouren im Delta, über die er sagt: "Kaum ist man auf dem Wasser und sieht die ersten Pelikane, vergisst man alles um sich herum."

    Bootstouren im Donaudelta: www.delta-tours.de

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