Heinisch-Hosek fordert mehr Prävention

    21. November 2018, 20:45
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    SPÖ-Frauensprecherin kritisierte Edtstadler-Aussage über" selbstbewusste Opfer"

    Wien – SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek hat mit Kritik auf die Aussage von Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) im Ö1-"Morgenjournal" reagiert, wonach ein Opfer von Gewalt das Selbstbewusstsein haben müsse, sich zu wehren. Dies lasse jedes Wissen über die Auswirkungen von Gewalt und jegliche Sensibilität vermissen, so Heinisch-Hosek, die zugleich mehr Präventionsmaßnahmen einforderte.

    Weniger Budget

    "Leider hat die Regierung hier gekürzt", so die SPÖ-Abgeordnete in einer Aussendung am Mittwoch. Demnach wurde das Förderbudget des Frauenministeriums für 2018 um 179.000 Euro verringert. 2019 würden weitere 230.000 Euro gestrichen. Außerdem würden wichtige Präventionsmaßnahmen, die Frauen vor Gewalt schützen sollten, zurückgefahren.

    Eingestellte Fallkonferenzen

    Damit verwies Heinisch-Hosek auf die Einstellung des Projekts "Marac", die im vergangenen Juli bekannt wurde. Das Innenministerium begründete die Einstellung dieser Fallkonferenzen damals damit, "dass der im Probebetrieb erzielte Nutzen für den konkreten Schutz von Opfern häuslicher Gewalt nicht den Erwartungen entsprach" und verwies ebenfalls auf die Task Force Strafrecht, in denen die "guten Ansätze" dieses Projekts weiter verfolgt würden. (APA, 21.11.2018)

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