Gewalt gegen Frauen: Edtstadler weist auf Taskforce Strafrecht hin

    21. November 2018, 10:57
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    Staatssekretärin: "Täter-Opfer-Umkehr aus der Gesellschaft bringen" – Kriminalstatistik zeigt hohen Anteil der Beziehungstaten auf

    Wien – Karoline Edtstadler (ÖVP), Staatssekretärin im Innenministerium, hat im Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch angesichts der Zahlen des Bundeskriminalamts zu Gewalt an Frauen bekräftigt, dass die Taskforce Strafrecht mit Hochdruck an strengeren Strafen und an der Opferstärkung arbeite. Es ginge auch darum, "die Täter-Opfer-Umkehr aus der Gesellschaft zu bringen", sagte Edtstadler.

    "Das Opfer muss so selbstbewusst sein, dass es sich auch wehrt", so die Staatssekretärin weiter. Angesprochen auf Fälle, in denen die Wegweisung eines Täters nicht ausreiche, bejahte Edtstadler, dass es diese gebe. Für eine etwaige U-Haft sei aber wesentlich, dass die Strafverfolgungsbehörden alle Infos vor Augen habe. Und man müsse dem Täter auch klar machen, dass er alleine Schuld an der Situation hat, und nicht etwa das Opfer.

    Gefährdung von Frauen

    Hintergrund der laufenden Diskussion zum Problem der häuslichen Gewalt sind die Zahlen des Bundeskriminalamts für das Jahr 2017, die nicht nur eine gestiegene Anzahl von Anzeigen wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs aufzeigten, sondern auch eine grundsätzliche Gefährdung von Frauen in Beziehungen. Laut Kriminalstatistik standen fast zwei Drittel aller 42.079 Anzeigen wegen Tötung, Körperverletzung, sexueller Übergriffe und Raub in Zusammenhang mit Beziehungstaten. Im vergangenen Jahr wurden in Österreich nach den Angaben 77 Frauen Opfer von Mord oder Mordversuch, 34 Frauen wurden ermordet.

    Höhere Mindeststrafen

    Die angesprochene Taskforce wurde Ende Februar des Jahres angekündigt, die geplanten Änderungen im Strafrecht sollen höhere Mindeststrafen bei Sexualdelikten und bei Gewalt gegen Frauen und Kinder bringen. Laut Edtstadler sei das Ziel eine österreichweite einheitliche Lösung für einen besseren Schutz für Opfer von häuslicher Gewalt. (APA, 21.11.2018)

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