Kann man sich heute noch etwas aufbauen?

    User-Diskussion21. November 2018, 11:19
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    Stagnierende Löhne und hohe Immobilienpreise belasten junge Menschen in Österreich. Sich etwas aufzubauen ist für viele unmöglich. Handelt es sich dabei um ein Symptom unserer Gegenwart?

    So beschreibt Userin "Gute-Nudel-Stern" ihre Lebensrealität.
    Doch spiegelt sich diese in den aktuellen Wirtschaftsdaten wider?

    Österreichs Löhne sind seit 2010 nicht gestiegen

    Zwischen 2010 und 2017 sind die Bruttoverdienste je Arbeiternehmer de facto nicht gestiegen. Als Hauptgrund für die schwachen Zuwächse der österreichischen Bruttoverdienste nennen Experten die Inflation. Die Teuerung liegt deutlich über dem EU-Schnitt und egalisierte einen Teil der Lohnerhöhungen.
    Auch User "Das ist aber ein schöner Postingname" beobachtet diese Entwicklung in seinem Berufsleben:

    Aber nicht nur Reallohnverluste, sondern auch erhöhte Immobilienpreise machen es heute vielen Menschen schwer, sich etwas aufzubauen:

    War früher alles besser?

    Nicht wirklich, so wie User "Cyberschreiber" schildert: "Als ich 22 war, konnte ich mir 'auch' nur eine kleine Mietwohnung leisten – in meinem Fall eine wirklich recht grindige in einem (damals) Arbeiterbezirk, dunkler Innenhof, 'Mundl-Badewanne', Kohleofen. Ich rede hier von vor 30 Jahren, das war auch für damalige Verhältnisse grindig. Auto konnte ich mir keines leisten. 0 Unterstützung von meinen Eltern."

    User "three_to_ten" schildert, mit welchen Herausforderungen frühere Generationen leben mussten. Es sei aber im Vergleich zu heute möglich gewesen, Geld anzusparen:

    Was bringt die Zukunft?

    Wird es für junge Menschen immer schwieriger, Fuß zu fassen? Woran könnte das liegen? Gilt noch das große Zukunftsversprechen, dass es der Nachfolgegeneration besser ergehen wird als einem selbst? Was hat sich im Vergleich zu vorigen Generationen verändert? War es früher einfacher, ein Vermögen aufzubauen? Wo sehen Sie die größten Hürden für junge Menschen in der Gegenwart? (eid, 21.11.2018)

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      foto: getty images/istockphoto/andreypopov

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