"Tatort: Treibjagd": Top oder Flop?

    Ansichtssache4. November 2018, 19:24
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    Andreas Lust spielt im Hamburger "Tatort" einen Bruder, der im Glauben an Recht und Ordnung abdriftet

    Einbrecher machen in einem Hamburger Vorort die Straßen unsicher. Eine Bürgerwehr hat sich dagegen formiert und tritt entschlossen dagegen auf. So entschlossen, dass einer der Rechtschaffenen einen Einbrecher erschießt. Die Kommissare Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Julia Grosz (Franziska Weisz) bleiben skeptisch, denn die Waffe des Einbrechers entpuppt sich als Attrappe.

    Zudem scheint ein Komplize am Tatort gewesen zu sein, der jetzt auf der Flucht ist. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit zwischen aufgebrachten Bürgern und den Kommissaren, die versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dazwischen gibt es Streicheleinheiten für Falkes Kater und Tadel für den Sohn.

    foto: orf/ard/sandra hoever

    "Dieser 'Tatort' wirkt durch seine Stimmung. Ton, Bild, Licht und Musik rahmen diese von Benjamin Hessler und Florian Oeller klug aufgebaute und von Samira Radsi sorgfältig inszenierte Story ein, in der es um den Schutz des Privaten um jeden Preis geht. Vor dem Thema ist übrigens niemand gefeit, sogar der Kommissar selbst nicht: wenn er seinen Sohn beim Pornoschauen erwischt und maßregelt. Und schon gar nicht die Opfer. Sie schlagen zurück", schreibt Doris Priesching im TV-Tagebuch des STANDARD.

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    foto: orf/ard/sandra hoever

    "Regisseurin Samira Radsi ('Die Protokollantin') inszeniert mit Gespür für die Brüche der Figuren, gegen Ende gerät ein wenig die Plausibilität ins Straucheln. Trotzdem wird nachvollziehbar, weshalb der nette Nachbar sich auf einmal als Opfer einer Weltverschwörung sieht", schreibt "Tatort"-Experte Christian Buß auf spiegel.de.

    Aber schreiben Sie doch selbst: Wie haben Sie diesen "Tatort" gefunden? (red, 4.11.2018)

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