Kuchen, Torten, Quiches: Ab ins Rohr!

    1. Dezember 2018, 09:40
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    Selbstgebackene Kuchen und Torten schmecken einfach immer besser. Wir haben fünf Backbücher ausgewählt mit Rezepten in den Geschmacksrichtungen Klassisch-Süß, Pikant, Märchenhaft bis Ungewöhnlich

    Süße Klassiker: "Kuchen und Torten"

    cover: verlag
    Teubner, Kuchen und Torten, Verlag Graefe und Unzer, 43,20 Euro

    Bevor es bei Teubners Kuchen und Torten zu den Rezepten geht, lernt der Leser alle Basisteige und -füllungen kennen, schmökert im Kapitel Guss und Glasuren, um anschließend zu erfahren, wie mit Dekormassen die Torten fertiggestellt werden. Mit großer Sorgfalt und brillanten Fotos gibt das Buch einen Überblick über das klassische Angebot an Torten und Kuchen. Bei der Rezeptauswahl spielen Ländergrenzen keine Rolle. Österreich steuert etwa Apfelstrudel, Esterházy-Torte und Rehrücken bei, Böhmen ist mit Buchteln und Kolatschen vertreten.

    Die süßen Stückchen unserer deutschen Nachbarn reichen von Bienenstich über Dresdner Eierschnecke bis Schwarzwälder Kirschtorte. Rezepte für Königskuchen und Gugelhupf fehlen auch nicht. Wer es noch nicht kann, erfährt, wie man einen Striezel flechtet. Damit das Backwerk gelingt, müssen die Zutaten passen. Worauf dabei zu achten ist, wird ebenfalls erläutert. (hgg)

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    Natürlich naschen: "Einfach natürlich backen"

    cover: verlag
    Carolin Strothe, Sebastian Keitel, Einfach natürlich backen, Verlag Dorling Kindersley, 20,60 Euro

    Einen Fan hat Einfach natürlich backen schon: Jamie Oliver. Er hat ein enthusiastisches Vorwort geschrieben. Doch es werden sicherlich noch mehr, spricht das Buch doch einen Zeitgeist an: natürlich backen. Damit meinen die Autoren: wenig Zucker verwenden, auf ausgefallene Mehlsorten ausweichen und jede Menge Obst und aromatisches Gemüse mit einbeziehen.

    Auch auf Saisonalität und Regionalität wurde bei ihrer Rezeptauswahl geachtet. Im Winter wird Wurzelgemüse wie Rote Rüben mit Schokolade zu einem Kuchen gerührt, aus Kürbis Muffins gebacken und Birnen und Walnüsse zu einem Gugelhupf gemischt. Die Sommerrezepte sind fruchtiger, zum Beispiel ein Brombeer-Cheesecake, bei dem der Boden aus Vollkornkeks und die Creme aus Magertopfen besteht. Vollkornmehle, Vollrohrzucker, Mandelmilch: Die Rezept-Zutaten sind auch auf diverse Unverträglichkeiten und pflanzliche Ernährungsstile abgestimmt. (hgg)

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    Traditionell modern: "Die Wiener Zuckerbäcker"

    cover: verlag
    Bernhard Wieser & Michael Rathmayer, Die Wiener Zuckerbäcker, 176 Seiten, 28 Euro, Pichler-Verlag

    Die Wiener Kaffeehäuser sind ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Dabei will nicht nur eine Melange getrunken, sondern auch der Blutzuckerspiegel mit Mehlspeisen ordentlich in die Höhe gejagt werden. Wo man Klassiker wie Apfelstrudel, Cremeschnitten oder Punschkrapferln in guter Qualität bekommt, das zeigen Bernhard Wieser und Michael Rathmayer in ihrem neuen Buch "Die Wiener Zuckerbäcker". Neben umfassenden Informationen und Geschichten zu den Betrieben offenbaren Konditoren ihre ganz persönlichen Lieblingsrezepte.

    Es wirkt so mutig wie frisch, dass hier nicht nur die Trampelpfad-Geschäfte porträtiert werden. Junge Zuckerbäckerinnen wie Julia Kilarski vom Crème de la Crème oder Alexandra Marischka von der Marischka Patisserie zeigen, dass den Süßspeisen auch in einer Mehlspeisstadt wie Wien ein kleiner Relaunch ganz gut tut. Natürlich finden sich im Buch auch traditionelle Backrezepte. (stra)

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    Märchenhaft backen: "Das Märchen-Backbuch"

    cover: verlag
    Christin Geweke, Das Märchen-Backbuch, Rezepte & Geschichten, 30,90 Euro, Hölker-Verlag

    Frau Holle, Hänsel und Gretel, die Prinzessin auf der Erbse, Schneeweißchen und Rosenrot und schließlich Sterntaler: Das Märchen-Backbuch von Christin Geweke ist nach diesen fünf alten Märchenklassikern – deren Text jeweils zu Kapitelbeginn auch zum Nach- oder Vorlesen abgedruckt ist – gegliedert. Bei den Rezepten geht es hingegen ganz und gar nicht altbacken und traditionell zu. Selbst echte Klassiker wie die Sachertorte werden mit dem gewissen Twist versehen – in dem Fall durch einen hellen Teig. Das Rezept ist im Kapitel "Schneeweißchen und Rosenrot", das den Untertitel "Klassische Schönheit" trägt, zu finden. Doch auch salzige Erdnuss-Cupcakes, Birnen-Cranberry-Galette, Limettentorte mit Himbeerbaiser oder ein Lavaküchlein, aus dem sich die helle Schokolade ergießt, machen große Lust, sofort die Küchenmaschine und den Backofen anzuwerfen. Das liegt auch an den wunderbaren Fotos von Yelda Yilmaz. (ped)

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    Flache Sache: "Alle lieben flache Kuchen"

    foto: lukas friesenbichler
    Ilse König, Carla Monti, Inge Prader, Alle lieben flache Kuchen, Brandstätter-Verlag, 29,00 Euro

    Das Damen-Trio König, Monti und Prader legt mit seinem neuesten Werk "Alle lieben flache Kuchen" erneut ein lukullisches und bildschönes Kochbuch vor. Thematisch haben sie sich diesmal auf flache Kuchen festgelegt. Tartes und Pies also, die nicht versehentlich in der Form sitzen geblieben sind, sondern absichtlich nicht höher streben. Wer bei Kuchen lieber pikant nascht, wird hier fündig, denn bei vielen Rezepten gehen salzige Zutaten wie Käse oder Schinken eine aromatische Symbiose mit Früchten ein.

    Bei der "Erdbeer-Tomaten-Tarte" oder der "Blumenkohl-Preiselbeer-Quiche" kommen Gemüse-Obst-Kombinationen zusammen, die eher ungewöhnlich sind. Aus Melanzani werden Brownies gebacken, Samen, Getreide und Hülsenfrüchte, Nüsse, Schalenobst, alles wird auf Teige gelegt und ins Rohr geschoben. Gerade die Zubereitung der Teige ist oft der aufwendigste Arbeitsschritt. Da gibt die Autorin Ilse König Tipps, bei welchen Rezepten der Kuchen auch mit Fertigteig gut schmeckt. (hgg)

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    (RONDO, 1.12.2018)

    Weiterlesen:

    Kultbäcker Chad Robertson: Brot – bis zum letzten Brösel

    Backbuch: Kleine Kuchen auf die Hand

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