EZB-Chefvolkswirt: Ende der Anleihenkäufe kein Ende der Konjunkturhilfe

    13. November 2018, 10:24
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    Auch nach dem Kaufstopp will die EZB noch für längere Zeit die Einnahmen aus auslaufenden Titeln reinvestieren

    Frankfurt – Die EZB will laut ihrem Chefvolkswirt Peter Praet auch nach dem Ende ihrer billionenschweren Anleihenkäufe vorerst an ihrer konjunkturanschiebenden Geldpolitik festhalten. "Die Einstellung der Anleihenkäufe ist nicht gleichbedeutend mit einem Entzug der geldpolitischen Unterstützung", sagte der oberste Ökonom der Europäischen Zentralbank am Dienstag auf einer Konferenz in London laut Redetext.

    Der erhebliche Bestand an erworbenen Anleihen sowie die damit zusammenhängende Wiederanlagepolitik würden weiterhin Impulse geben. Dazu komme der verbesserte Zinsausblick. Dies alles werde für Unterstützung sorgen.

    Preisdruck zu gering

    Nach wie vor sei noch erhebliche geldpolitische Hilfe für die Wirtschaft nötig, damit sich Preisdruck aufbaue, sagte der Belgier. "Unsere Geldpolitik bleibt vorhersehbar." Zugleich stellte er in Aussicht, dass die Notenbank bei der Anpassung ihrer Ausrichtung graduell vorgehen werde.

    Die Währungshüter wollen angesichts der Konjunkturerholung ihre Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren zum Jahresende einstellen. Ab Oktober wurde das monatliche Kaufvolumen bereits auf 15 Milliarden Euro halbiert. Das seit März 2015 laufende Programm wird voraussichtlich Ende Dezember ein Gesamtvolumen von 2,6 Billionen Euro erreicht haben.

    Aber auch nach dem Kaufstopp will die EZB noch für längere Zeit die Einnahmen aus auslaufenden Titeln in Anleihen reinvestieren (Reuters, 13.11. 2018).

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