Von Ufo bis Serienkiller: Sieben Geheimnisse in "Red Dead Redemption 2"

13. November 2018, 09:10
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Auch Dinosaurier, den Teufel und vieles mehr gibt es in dem Westernspiel zu entdecken

Der Wilde Westen von Red Dead Redemption 2 (RDR2) ist voller Widersprüche – und Geheimnisse. Ein Grund, weshalb Rockstars neues Open-World-Epos so authentisch wirkt, ist auf die Entscheidung der Entwickler zurückzuführen, den Spielern nicht jedes Abenteuer auf dem Silbertablett zu servieren. Auf viele Nebengeschichten stößt man so nur durch Zufall oder wenn man Hinweisen folgt, die man im Rahmen von Missionen aufschnappt. Von den zahlreichen kuriosen Entdeckungen und Easter-Eggs, über die man im Lauf des Spiels stolpert, haben wir hier sieben festgehalten. Wenngleich wir versucht haben, nur das Nötigste zu verraten, um Sie den Großteil dieser Geheimnisse selbst lüften zu lassen, sei an dieser Stelle ausdrücklich eine Spoiler-Warnung ausgesprochen!

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Video: ein neuer Meilenstein? Unser Test zu Red Dead Redemption 2.

1) Dinosaurier

Von den zahlreichen und meist humorvollen "Stranger Missions" stechen ein paar besonders heraus. Unter anderem stößt man im Örtchen Valentine auf ein Bruderpaar, das einen in eine Reihe von Mutproben einbezieht und so beispielsweise Spieler darum bittet, den Herren Glasflaschen vom Kopf zu schießen. Eine ebenso nette Idee hatten die Entwickler für die obligatorische Sammelmission, die man für eine 100-prozentige Komplettierung des Spiels abschließen muss. Ab Kapitel 2 kann man erstmals auf die Archäologin Deborah MacGuiness stoßen, die einen bittet, ihr bei der Ausgrabung von Dinosaurierskeletten zu helfen. Insgesamt 30 Teile sind auf der gesamten Karte verteilt. Doch Achtung: Einige der Knochen sind in New Austin vergraben, jenem Bereich, der erst nach dem Ende der Story zugänglich wird. Wer alle Knochen einsammelt, wird mit einer witzigen Conclusio belohnt.

foto: rockstar games / red dead redemption 2
In Summe gilt es 30 Dino-Knochen zu finden. Dafür gibt es eine Belohnung mit Sammlerwert.

2) Serienkiller

Wenngleich einige der Nebenmissionen über blinkende Icons am Radar erkennbar werden, sobald man sich ihnen nähert, gibt es auch Storystränge, auf die man lediglich per Zufall stößt. Dazu gehört auch eine Reihe mysteriöser Mordfälle, hinter denen ein barbarischer Serienkiller zu stecken scheint. Wer ganz auf eigene Faust zum Sherlock Holmes werden möchte, dem sei lediglich empfohlen, nach Blutspuren am Wegesrand Ausschau zu halten. Allen anderen ist zumindest schon mit dem Tipp geholfen, den ersten Tatort entlang der Bahnstrecke von Riggs Station nach Wallace Station zu suchen. Kein schöner Anblick.

foto: rockstar games / red dead redemption 2
Die Hinweise des Serienmörders sind ebenso verstörend, wie das Finale schräg ist.

3) Möchtegern-Tesla

In der südlichen Stadt Saint Denis trifft man so manchen schrägen Vogel. Dazu darf man auch Marko Dragic zählen, einen Erfinder, der etwas überspitzt dem Genie Nikola Tesla nachempfunden wurde. Dragic findet man im Park gleich nach Einfahrt in die Stadt, wo er seine neueste Erfindung potenziellen Investoren vorführen möchte. Nähert man sich dem Schauplatz der Nebenmission, taucht ein blinkendes Symbol auf der Karte auf. Nach einem kurzweiligen Minigame und einer Demonstration von Dragics Talent wird man eingeladen, den Wissenschafter im Labor zu besuchen. Eine Einladung, die man nicht ausschlagen sollte.

foto: rockstar games / red dead redemption 2
Marko Dragic, ein Mann mit gefährlichen Talenten.

4) Schatz der Revolverhelden

Schätze gibt es in RDR2 einige zu finden. Einen Hinweis zu versteckten Reichtümern findet man etwa im Norden bei Widow Rock nahe dem Wapiti-Indianerreservat. Eine Wandmalerei enthält den ersten Tipp. Leicht verpassen könnte man hingegen einen Schatz, auf den man im Rahmen der Nebenmission "The Noblest of Men, and a Woman" hingewiesen wird. Im zweiten Saloon von Valentive macht man mit Autor Calloway die Bekanntschaft, der einen bittet, eine Reihe von Revolverhelden ausfindig zu machen. Im verschneiten Unterschlupf des Killers Flaco Hernandez findet man den ersten Teil der "The Poisonous Trail"-Schatzkarte. Die Herausforderung ist hier wie bei fast allen Schätzen im Spiel weniger das eine oder andere bevorstehende finale Rätsel, als mit den gezeichneten Hinweiskarten der Schnitzeljagd überhaupt zu folgen. So wird man angeregt, die Augen offen zu halten und wirklich die ganze Welt kennenzulernen. Spieler mit einer niedrigeren Frusttoleranz bedienen sich besser gleich der Suchmaschine ihrer Wahl.

foto: rockstar games / red dead redemption 2
Ist der Schießpulverrauch verzogen, lohnt es sich, die Schauplätze zu durchsuchen ...

5) Believe

Abseits dieser Nebenmissionen haben die Entwickler diverse kuriose Easter-Eggs in RDR2 eingebaut. Dazu gehören etwa die mysteriösen Vorkommnisse in einem kleinen Haus nördlich der Emerald Ranch – angezeigt auf der Karte. Darin findet man eine verstorbene Priesterin und gleich neben ihr ein Schriftstück, das von einem Ritual erzählt und darauf hindeutet, dass die Priesterin und ihre Gefolgschaft an Aliens geglaubt hat. Nach der Lektüre lohnt es sich, ein Lager nicht unweit des Häuschens aufzuschlagen und um 2 Uhr morgens zurückzukehren. Wer schnell genug ist, darf sich über eine Erscheinung der dritten Art freuen.

foto: rockstar games / red dead redemption 2
Kulte spielen in RDR2 eine zentrale Rolle. Die Entwickler nehmen vieles auf die Schaufel.

6) Dunkles Familiengeheimnis

Im Zuge seiner ausgedehnten Flucht wird Outlaw Arthur Morgan in einen Streit zwischen den Plantagenbesitzern Braithwaites und Grays verwickelt. Nach dem Ende dieser Geschichte kann man noch ein paar Geheimnisse beider Familien lüften. Es lohnt sich auf jeden Fall, danach zu den Schauplätzen zurückzukehren. Auf dem südöstlichen Grund der Braithwaites nahe dem Wasser findet man beispielsweise ein versperrtes Plumpsklo, in dem noch jemand zu hausen scheint ...

foto: rockstar games / red dead redemption 2
Was da wohl drinsteckt?

7) Ist das der Teufel?

In GTA 5 konnte man unter anderem "Bigfoot" sichten, und in RDR2 trifft man ebenso fabelhafte Gestalten. Westlich von Little Creek, am äußersten Rand der Karte, erhält man etwa Zugang zu einer düsteren Höhle, die von einem Mann bewohnt wird. Er soll Schreckliches getan haben und möchte samt teuflischer Frisur nun allein gelassen werden. Klingt nach einer Aufforderung, seinen Tanzbereich zu stören. Aber Achtung beim Herausgehen aus der Höhle, die Schluchten sind tief wie der Höllenschlund.

foto: rockstar games / red dead redemption 2
Auf in den Höllenschlund!

Welche Geheimnisse und Kuriositäten haben Sie in RDR2 entdeckt? Posten Sie Ihre Entdeckungen möglichst spoilerfrei gerne hier ins Forum! (zw, 13.11.2018)

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